Hörräume – Klanghüllen
Hörräume – Klanghüllen
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赫劳姆 – 克朗胡伦
DOI:
10.1007/s00451-005-0255-4
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发表时间:
2005
影响因子:
0.5
通讯作者:
D. Pflichthofer
中科院分区:
文献类型:
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作者:
D. Pflichthofer
Obwohl im psychoanalytischen Prozess-von wenigen Ausnahmen abgesehen-der Patient überwiegend auf den akustischen Sinneskanal angewiesen ist, wird in der psychoanalytischen Literatur einem der vorherrschenden Instrumente der Analytikerin-ihrer Stimme nämlich-nur wenig Beachtung geschenkt. Die Autorin vermutet dahinter ein kollektives Widerstandsphänomen, das sich darin begründet, dass die Analytiker sich vor dem bedrohlichen Gedanken schützen: In unserer Stimme materialisiert sich-aller Abstinenz zum Trotz-unsere Körperlichkeit, kommt unsere sinnliche Präsenz zur Erscheinung und wirkt auf unsere Patienten. Es wird versucht zu zeigen, inwieweit die Stimme der Analytikerin als Teil der Atmosphäre im Behandlungsraum den Patienten leiblich ergreift, und ihm ein ästhetisches Erleben ermöglicht, das zur Veränderung bisheriger Wahrnehmungsweisen und damit zu neuen Erfahrungen führen kann. Anhand des Konzeptes der" Aufführung" der Theaterwissenschaftlerin Fischer-Lichte, die eine Ästhetik des Performativen als Ästhetik der Präsenz versteht, welche die Empfindung körperlicher Präsenz erzeugt, wird erklärt, inwieweit beide Teilnehmer an der psychoanalytischen Aufführung Bedeutungen schaffen: Indem das Hören auf die Stimme nicht lediglich als Abwehr des Patienten verstanden wird, der vor der Erkenntnis der semantischen Bedeutung der Wörter flieht, sondern als notwendiges Übergangsstadium auf dem Wege zur Wiederbelebung der Sachvorstellungen akzeptiert werden kann, ermöglicht man ihm einen neuen Hör-und Spielraum, in dem die Gegenwart von etwas anderem erfahren werden kann.