Preisvolatilität auf landwirtschaftlichen Märkten
Preisvolatilität auf landwirtschaftlichen Märkten
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土地经济波动的预波动
DOI:
10.22004/ag.econ.104075
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发表时间:
2011
影响因子:
0.5
通讯作者:
J. Schmitz
中科院分区:
文献类型:
--
作者:
Oliver von Ledebur;J. Schmitz
In diesem Beitrag wird die Entwicklung der Preisvolatilitat auf deutschen Agrarmarkten analysiert. Ziel ist es das Ausmas der Preisvolatilitat auf ausgewahlte deutsche Agrarmarkte zu quantifizieren und festzustellen inwiefern sie sich im Zeitablauf verandert hat. Soweit moglich wird eine Vergleichbarkeit zwischen den Entwicklungen auf nationalen und internationalen Produktmarkten hergestellt, bzw. es werden die jeweiligen Entwicklungen zueinander in Bezug gestellt. In diesem Zusammenhang gestellte Fragen sind: Hat es eine Erhohung der Preisvolatilitat gegeben? Stammt diese aus den Weltmarkten? Welche Auswirkungen hat die Preisvolatilitat auf die Marktakteure? Welche Rolle spielen dabei die Instrumente der Agrarpolitik und welche Instrumente stehen zur Verfugung, um die nachteiligen Folgen der Volatilitat fur die Landwirtschaft zu begrenzen? Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass die Preisvolatilitaten auf den untersuchten deutschen Agrarmarkten in den letzten 40 Jahren gestiegen sind. Dies steht im Gegensatz zur Entwicklung der Volatilitaten auf den Weltmarkten. Diese Entwicklung ist dennoch nachvollziehbar, da Deutschland, als Mitglied der EU in den letzten Jahren an dem anhaltenden Reformprozess der GAP teilgenommen hat, deren letztliches Ziel es ist, die Markte der EU dem Weltmarkt zu offnen. Der Ruckzug der Politik im Rahmen der Reformen der GAP fuhrt in der EU und in Deutschland zu einer Erhohung des Austausches von Preissignalen zwischen den EU-Binnenmarkte und dem Weltmarkt. Wahrend dieses Prozesses erhoht sich die Preisvolatilitat auf den europaischen Markten. Ein erhohtes Niveau der Preisvolatilitat fuhrt zu erhohter Marktunsicherheit und hat zur Folge, dass die auf Investitionen beruhenden Innovationsprozesse ausbleiben oder nur zogerlicher umgesetzt werden. Summa summarum zeichnet sich fur die deutschen und europaischen Unternehmer des Agrarsektors ein Wandel bezuglich der Risikominimierungsstrategie ab. Die auf staatliche Intervention basierenden Strategien treten in den Hintergrund, wahrend die auf unternehmerische Kompetenz, Geschicklichkeit und Vorsorge basierenden Strategien in den Vordergrund rucken. Vor dem Hintergrund des Pfades der Reformen der Agrarpolitik und der gegenwartige Debatte um die 'Finanzialisierung' der Agrarmarkte ist es zunehmend Aufgabe der Politik die Funktionsfahigkeit der Markten (sowohl physische als auch Warenterminmarkte) zu starken. Wesentliche Beitrage sind in der Erhohung der Markttransparenz auf den Finanzmarkten und der Gewahrleistung von Marktinformation auf den physischen Markten zu sehen.