Dorfgründungen in der Lausitz. Horno und Klein Görigk im Focus
Dorfgründungen in der Lausitz. Horno und Klein Görigk im Focus
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Lausitz Horno 和 Klein Görigk 的村庄基金会成为焦点
DOI:
10.11588/dgamn.2014.2.17033
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发表时间:
2014
期刊:
影响因子:
--
通讯作者:
Kerstin Kirsch
中科院分区:
文献类型:
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作者:
Jens Henker; Kerstin Kirsch
Wiederum durch die Dendrodaten von Brunnen sind wir über den Zeitraum informiert, in welchem die Anfangssiedlungen von Klein Görigk und Kausche aufgegeben und neue planmäßigere Dörfer direkt neben den älteren Siedlungen errichtet wurden. In Kausche wird dies durch zwei Brunnen von um/nach 1229 d und 1242 d (Waldkante) manifestiert, 14 wel che in der neuen zeilenartigen Dorfstruktur liegen. Das neustrukturierte Dorf grenzt nördlich direkt an die Vorgängersiedlung an. In Klein Görigk ist es ein Brunnen von 1243 d (Waldkante) 15 in der südlichen Gehöftzeile, der die Umstrukturierung zum neuen Dorf zeitlich fixiert. Das neustruk turierte Dorf Klein Görigk–eine Doppelzeile mit Dorfumfassungsgraben beiderseits des Petershainer Fließes–lehnt sich mit seiner rechteckigen Grundfläche direkt westlich an die Gemarkungsgrenze zu Kausche an, so dass die Südostecke des Dorfs wie abgeschnitten wirkt. Die eine solche Struktur ursächlich hervorrufende Gemarkungsgrenze muss also bereits vor der Neustrukturierung der älteren Ansiedlung existiert haben. Die regelhafte Struktur der Gemarkungsgrenzen geht somit auf die Zeit der ältesten Ansiedlungen zurück; ob sie bereits vor Anlage der Erstansiedlung in dieser Form abgesteckt war, kann nur vermutet werden. Im gleichen Zeitraum, als die Umstrukturierung von Kausche und Klein Görigk erfolgte, wurde auch das Dorf Berlinchen westlich von Klein Görigk angelegt. Dies wird durch ein Dendrodatum von um/nach 1229 16 und das keramische Fundmaterial deutlich, welches bereits weitgehend durch die entwickelte graue Irdenware dominiert wird. 17 Das Zeilendorf Berlinchen ist ebenso wie Klein Görigk am Petershainer Fließ ausgerichtet. Durch die nachträgliche Anlage dieses Dorfs musste höchstwahrscheinlich die Klein Görigker Dorfgemarkung geteilt werden. Betrachtet man die Gemarkung von Klein Görigk und Berlinchen als Einheit, so gleicht sie in Größe, Form und Ausrichtung der Nachbargemarkung Kausche vollkom men. Die Anlage von Berlinchen erfolgte demnach auf der westlichen Hälfte der Klein Görigker Gemarkung, die für das neue Dorf Berlinchen halbiert werden musste. Da Berlinchen an der Wende vom 13. zum 14. Jahr hundert wüst fiel, 18 trägt die Gemarkung heute den Namen des nördlich von Berlinchen auf der gleichen Gemarkung gelegenen Dorfs Geisendorf. Wie Berlinchen scheint auch Geisendorf erst während des 13. Jahrhunderts angelegt worden zu sein. Farbuneinheitliche Irdenware, wie sie typisch für die um 1200 angelegten Ursprungssiedlungen von Kausche19 und Klein Görigk20 ist, fehlt weitgehend. 21Gemeinsames Element der ersten Gründungsphase von Klein Gö rigk, Kausche und Wolkenberg ist das Bestehen der Dörfer aus nur wenigen Gehöften und deren Lage zu großen Teilen außerhalb des späteren Dorfs. Die ältere Dorfanlage befindet sich immer etwas höher gelegen als das spätere Dorf. Die Struktur aus wenigen Gehöften und die Lage neben der jüngeren Dorfanlage verleiteten zu der Ansicht, es handele sich um ein Art Pioniersiedlung, die als Provisorium bewusst außerhalb des geplanten Dorfs angelegt worden ist, um nach Konsolidierung der Besiedlung in das neue Dorf zu wechseln. 22 Hier soll eher davon ausgegangen werden, dass es sich um eine Umorganisierung der ursprünglichen Planung handelte. Ausschlaggebend für diese Einschätzung sind besonders die Verhält nisse in Klein Görigk. Der Zeitraum des Bestehens der ersten Ansiedlung zwischen 1199 und 1243 überspannt mehr als eine Generation, zu lange für ein Provisorium. Zudem liegt etwa die Hälfte der ersten Dorfanlage innerhalb der jüngeren …