Über den Schmelzvorgang bei nichtpolaren Kristallen
Über den Schmelzvorgang bei nichtpolaren Kristallen
复制标题
克里斯塔伦附近的施梅尔茨沃尔冈
DOI:
--
复制
发表时间:
1942
期刊:
影响因子:
--
通讯作者:
I. Stranski
中科院分区:
文献类型:
--
作者:
I. Stranski
I. Im Jahre 191o wurden ziemlich gleichzeitig zwei ganz verschiedene Theorien des I~ristalIschmelzens aufgestellt. Die eine davon ist die Theorie yon LINDEMANN (I), woilach das Kristallgitter wegen der beim Schmelzpunkt zn groB gewordeneil thermischen Schwingungen der Kristallbausteiile einfach zusammenbricht. Die andere Theorie, die yon TAMMAN~¢ (2) aufgestellt wurde, betrachtet das Kristallschmelzen als eine Auf16sung des Kristalls in seiner eigenen Schmelze. LINDEMANN ist offenbar durch die damals sehr aktuelle Frage nach der Eigenfrequenz der Krista]Ie angeregt worden. So versteht man es auch, weshalb seine Theorie einen so groBen Anklang land, zumal sie zu einer bedeutsamen Beziehung zwisehen Schme!zpunkt, Eigenfrequenz, Atomvolumen und -gewicht (bei Atomgittern) ffihrte. Trotzdem war sie nicht richtig und ging auch yon einer falschen Voraussetzung aus. Hier seien einige Grtinde (3) angeffihrt, die nns dazu zwingen, den S tandpunkt voil TAMMANN und nicht den yon LtNDEMANN als den richtigen anzunehmen. Das Gleichgewicht am Schmelzpunkt ist ats ein durchaus dynamisches zu betrachten. Da das Kristallisieren ein Oberfl~chenvorgang ist, so rnuB es demnach auch das Schlnelzen sein. Dies t r i t t besonders deutlich bei einer Verunreinigung der Schrnelze allein hervor. Bekailntlich sinkt dabei der Schmelzpunkt, und das Schmelzen erscheiilt ganz zweifellos als ein Aufl6sen des Kris~alls in der verunreinigten Schmelze. Es i s t h6chst unwalarscheinlich, dab beim ~be rgang :zu r Verunreinigung Null der Schmelzvorgang seinen Charakter prinzipiell ~Lndern soUte. TAMMANN war selbst der Ansicht, dab prinzipiell alle Kristallfl~chen dutch die eigene Schmelze votlkommen benetzbar sind. B e i m Schmelzpunkt wfirde sich die Kristalloberfl~che danach spontan mit einer Schrnelzschieht bedecken, und das weitere Schmelzen dann ein Aufi6sen in der vorhandenen Schmetzphase darstelten. Zur Durchsetzung und Ver t idung des Standpunktes von TAMMANN haben neuerdings ~nsbesondere die Untersuchungen yon VOL~IER und SCHMIDT (4) beigetragen. Diese Untersuchungen stehen abet in engem Zusammenhang mit einer weitereil wichtigen Beobachtung: dab n~mlich nicht alle Ifrista]lfl~chen dutch die eigene Schmetze vollkommen benetzbar sind. Gerade die gut ausgebitdeten F1Echen beim I-Ig und Ga wilrden yon