Reurbanisierung aus soziodemographischer Perspektive: Haushalte und Quartierswandel in der inneren Stadt
Reurbanisierung aus soziodemographischer Perspektive: Haushalte und Quartierswandel in der inneren Stadt
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社会人口学视角下的城市重建:内城区的住宅区和郊区
DOI:
10.1007/978-3-531-94211-7_7
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发表时间:
2012
期刊:
影响因子:
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通讯作者:
A. Haase
中科院分区:
文献类型:
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作者:
S. Kabisch;A. Steinführer;A. Haase
Als um die Jahrtausendwende herum in Ostdeutschland noch heftig uber die Folgen der Suburbanisierung fur die Kernstadte gestritten wurde und der Wohnungsleerstand in unterschiedlichen Quartierstypen als das gravierendste Problem der Stadtentwicklung galt, war in einigen groseren Stadten parallel zur anhaltenden Wanderung an die Peripherie ein neuer Trend zu beobachten: die Wiederbesiedlung der inneren Stadt durch Bewohnergruppen mit unterschiedlichen soziodemographischen Merkmalen. Die langsame Zunahme der Einwohner- und Haushaltszahlen in diesen Quartieren seit der zweiten Halfte der 1990er Jahre stand in starkem Gegensatz zu ihrer jahrzehntelangen und weit vor dem Systembruch begonnenen Entleerung. Zwar hatte es seit den 1980er Jahren immer wieder Zuzuge durch jungere „Pionierhaushalte“ gegeben, doch wogen diese uber lange Jahre die Verluste nicht auf und konnten auch in qualitativer Hinsicht keine neue Entwicklungsrichtung initiieren. Stattdessen war es die Eigentums- und Steuerpolitik des vereinigten Deutschlands, welche in ihren widerspruchlichen Konsequenzen – schneller Bauboom auf der grunen Wiese, verzogerte, dann aber in einzelnen Quartieren der grunderzeitlichen Innenstadte nahezu flachendeckende Sanierung – die Voraussetzungen fur eine Wiederinwertsetzung und Neubesiedlung dieser lange vernachlassigten Stadtgebiete schuf. Die innere Stadt ist in vielen ostdeutschen Grosstadten durch eine erhaltene Bausubstanz aus der Epoche zwischen 1890 und 1915 gepragt, die nach umfangreicher Sanierung und Renovierung als bauliche Hulle eine hinsichtlich ihrer architektonischen Merkmale hohe Wohnqualitat offerierte. Hinzu kamen die Spezifika der ostdeutschen Wohnungsmarktentwicklung ab der zweiten Halfte der 1990er Jahre, die sich unter anderem in Form relativ niedriger Mietpreise aufgrund des erheblichen Wohnungsleerstandes widerspiegelte. Diese ermoglichten es auch Bewohnergruppen mit mittleren und geringeren Einkommen, sanierte Wohnungen in diesen Quartieren zu mieten. Des Weiteren wurden im Zuge der umfangreichen Sanierungsarbeiten Hinterhofe entkernt, um neue Grun- und Freiflachen zu schaffen. Somit konnten zusatzlich Wohnqualitaten suburbaner Pragung angeboten werden. Alle diese Entwicklungen trugen zu einem Attraktivitatsgewinn der innerstadtischen Gebiete bei und machten sie als Wohnstandort zunehmend interessant.