Spin-resolved microscopy of strongly correlated fermionic many-body states
Spin-resolved microscopy of strongly correlated fermionic many-body states
复制标题
强相关费米子多体态的自旋分辨显微镜
DOI:
--
复制
发表时间:
2017
期刊:
影响因子:
--
通讯作者:
T. Hilker
中科院分区:
文献类型:
--
作者:
T. Hilker
Mit ultrakalte Gasen in optischen Gittern lassen sich stark wechselwirkende Quantenvielteilchensysteme auf der Ebene einzelner Spins untersuchen. Diese Doktorarbeit fasst den Aufbau und die ersten Ergebnisse eines Quantengasmikroskops mit fermionischen Li-6 Atomen zusammen. Wir konnten erstmals antiferromagnetische Spinkorrelationen in Hubbard-Systemen beobachten und in eindimensionalen Systeme die Trennung von Ladungs- und Spinfreiheitsgraden mit Korrelationen nachweisen, die im thermischen Gleichgewicht gemessen wurden.
Die Grundlage fur diese Experimente ist das Quantengasmikroskop, welches wahrend der Doktorarbeit geplant und aufgebaut wurde. Die Bilder, die man damit nehmen kann, sind Momentaufnahmen eines Quantenvielteilchensystems, auf denen man alle Atome einzeln auf ihren jeweiligen Gitterplatzen erkennen kann. Wir produzieren ein ultrakaltes Quantengas mit Standardverfahren wie Laserkuhlung, optischen Fallen und Verdunstungskuhlung und laden es in eine einzelne Ebene eines dreidimensionalen optischen Gitters. Vor dem Abbilden wird jedes Atom entsprechend seines Spin mit einem Stern-Gerlach-Magnetfeld um einen halben Gitterplatz nach links oder rechts verschoben. Zur Abbildung der Atome messen wir die Fluoreszenz eines Raman-Seitenbandkuhlprozesses, welcher in einem zusatzlichen sehr tiefen optischen Gitter ablauft, und konnen so 97% der Atome erfolgreich detektieren. Ein Kapitel dieser Arbeit widmet sich den Details dieses Prozesses und kann die verbliebenen Verluste durch eine Nichtgleichgewichtsverteilung der lokalen Anregungen erklaren.
Die Messung der Dichteverteilung der stark wechelwirkenden Atome im inhomogenen Gitter erlaubt es die Zustandsgleichung des Fermi-Hubbard-Models zu bestimmen. Dabei beobachten wir die starke Unterdruckung der Kompressibilitat in der Mott-Isolator-Phase. Mit unseren hochaufgelosten Bildern konnen wir auch die Dichtekorrelationen des Systems messen und so das Fluktuations-Dissipations-Theorem bestatigen, welches die Kompressibilitat in Beziehung zu der Summe aller Dichtefluktuationen setzt.
Fur eine Entropie pro Teilchen von weniger als log(2) kB zeigt der Mott-Isolator antiferromagnetische Spinkorrelationen aufgrund der Austauschwechselwirkung. In eindimensionalen Spinketten konnten wir diese magnetische Ordnung bis zu einer Distanz von vier Gitterplatzen direkt messen. Die Starke der beobachteten Korrelationen stimmt sehr gut uberein mit Quanten-Monte-Carlo-Rechnungen bei einer Temperatur von einem Achtel der Bandbreite, welches einer Entropie von 0.4 kB pro Atom entspricht. Fur Spinketten mit weniger als einem Atom pro Gitterplatz sehen wir eine charakteristische Verschiebung der Spinkorrelationen zu groseren Wellenlangen, die der einer Luttinger Flussigkeit entspricht.
Besonders interessante physikalische Phanomene treten auf, wenn man den Spinfreiheitsgrad mit der Bewegung der Atome koppelt. In eindimensionalen Systemen tritt hier die Spin-Ladungs-Trennung auf, die einem Loch eine freie Bewegung durch eine Spinkette ermoglicht. Allerdings scheint diese Delokalisierung zu einer Reduktionen der magnetischen Ordnung zu fuhren, da die Position der Teilchen nun fluktuiert. Normale Zweipunktkorrelatoren messen so kleinere Werte. Allerdings konnten wir zeigen, dass die Spins um einzelne Locher herum primar antiparallel ausgerichtet sind und so nachweisen, dass die Spinordnung fast unabhangig vom Grad der Dotierung ist, wenn man die Lochposition mitberucksichtigt. Diese Messungen lassen sich als erster direkten Nachweis von Spin-Ladungs-Trennung durch Gleichgewichtskorrelationen interpretieren.
Diese Arbeit umfasst die ersten Messungen von Spin-Loch-Korrelationen mit ultrakalten Atomen und sie stellt damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu Quantensimulationen dotierter Antiferromagneten dar, die einen Beitrag zum Verstandnis von Hochtemperatursupraleitern leisten konnten.