Zur Logik der Sozialwissenschaften
Zur Logik der Sozialwissenschaften
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社会科学的逻辑
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发表时间:
1967
期刊:
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通讯作者:
J. Habermas
中科院分区:
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作者:
J. Habermas
Die einst vom Neukantianismus eröffnete lebhafte Diskussion über die methodologischen Unterschiede zwischen naturund kulturwissenschaftlichen Forschungen ist heute vergessen; die Problemstellung, an der sie sich entzündet hatte, scheint nicht mehr aktuell zu sein. Ein szientistisches Bewußtsein täuscht über tiefgreifende Differenzen hinweg, die in den methodologischen Ansätzen doch nach wie vor bestehen. Das weiterhin herrschende positivistische Selbstverständnis der Forschenden hat die These von der Einheit der Realwissenschaften adoptiert: der Wissenschaftsdualismus, der in der Logik der Forschung begründet sein sollte, schrumpft nach Maßstäben des Positivismus zu einem Unterschied des Entwicklungsstandes. Immerhin hat die Strategie, die von einem einheitswissenschaftlichen Programm empfohlen wird, zu unbestreitbaren Erfolgen geführt. Die nomologischen Wissenschaften, die Gesetzeshypothesen über empirische Gleichförmigkeiten gewinnen und prüfen, erstrecken sich schon weit über den Kreis der theoretischen Naturwissenschaften hinaus auf Bereiche der Psychologie und Ökonomie, der Soziologie und Politik. Andererseits schreiten die historisch-hermeneutischen Wissenschaften, die tradierte Sinngehalte aneignen und analytisch verarbeiten, auf ihren alten Bahnen ungebrochen voran. Kein Anzeichen weist ernstlich darauf hin, daß ihre Verfahrensweisen dem Modell der strikten Erfahrungswissenschaften ganz integriert werden können. Jedes Vorlesungsverzeichnis belehrt über diese faktische Aufspaltung der Wissenschaften – unerheblich ist sie nur für die Lehrbücher der Positivisten.