Fit für PISA? – Bildungsstandards und performative Effekte im Testregime. Vorschläge zur theoretischen und pädagogischen Differenzierung von Bildungsforschung und Aufgabenkultur
Fit für PISA? – Bildungsstandards und performative Effekte im Testregime. Vorschläge zur theoretischen und pädagogischen Differenzierung von Bildungsforschung und Aufgabenkultur
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适合 PISA? – 教育标准和测试制度的执行效果。
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发表时间:
2009
期刊:
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通讯作者:
Malte Brinkmann
中科院分区:
文献类型:
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作者:
Malte Brinkmann
„Fit fur PISA“ – der massenhafte Gebrauch dieser Formel zeigt die ungeheure Breitenwirkung, die der internationale Leistungstest der OECD-Staaten in Deutschland erreicht hat. Dabei ist im offentlichen und medialen Diskurs, in einschlagigen Publikationen und in den Marketingstrategien der Lehrmittelindustrie immer wieder von ‚Fitness‘ der Schuler und der Lehrer die Rede, die es nunmehr im globalisierten Wettbewerb der Bildungssysteme zu beweisen gilt: Fit fur PISA, Fit fur die Bildungsstandards, Fit fur die Vergleichstests (Cornelsen 2005), Fit fur die Zukunft, schulsportliche Fitness oder Lesefitness (FLOH 2006) usw. werden gefordert und gepriesen. Die Inflation des Begriffes Fitness im medialen, politischen und kommerziellen Kontext hat zum einen eine Unscharfe, wie sie in diesen Zusammenhangen nur von Vorteil sein kann. Zum anderen transportiert er das Image von Aktualitat und Modernitat. Achtet man bei seinem Gebrauch im Zusammenhang mit schulischer Bildung und Ausbildung auch auf das, was nicht gesagt wird, dann lassen sich schon hier Effekte ablesen, die mehr sind als Indizien eines gesellschaftlichen Wandels. Aus der Perspektive der kontroversen Debatten von Bildungspolitik (vgl. KMK 2005; 2006), Bildungsforschung (vgl. Klieme u.a. 2003; Koretz 2005; Bellmann 2005; 2006) und Bildungstheorie (vgl. Benner 2002; Messner 2004; Gruschka 2007) lassen sich gleichsam als Leerstellen in der Rede von Fitness und Bildung drei Problemhorizonte der gegenwartigen Bildungsreform benennen: Die gesellschaftliche Frage nach Bildungsgerechtigkeit, die padagogische Frage nach den impliziten oder expliziten Vorstellungen und Mo-