Vollsynthetische Vakzinen aus tumorassoziierten MUC1‐Glycopeptiden und einem Lipopeptid‐Liganden des Toll‐like Rezeptors 2
Vollsynthetische Vakzinen aus tumorassoziierten MUC1‐Glycopeptiden und einem Lipopeptid‐Liganden des Toll‐like Rezeptors 2
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DOI:
10.1002/ange.201000462
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发表时间:
2010-05
影响因子:
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通讯作者:
A. Kaiser;Nikola Gaidzik;T. Becker;Clara Menge;K. Groh;Hui Cai;Yan-Mei Li;Bastian Gerlitzki;E. Schmitt;H. Kunz
中科院分区:
文献类型:
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作者:
A. Kaiser;Nikola Gaidzik;T. Becker;Clara Menge;K. Groh;Hui Cai;Yan-Mei Li;Bastian Gerlitzki;E. Schmitt;H. Kunz
Die Strukturen der Mucinglycoproteine auf epithelialen Tumorzellen sind charakteristisch verschieden von denen der Mucine auf gesunden Zellen,[1] wirken aber zu schwach immunogen, um die körpereigene Toleranz des Immunsystems zu durchbrechen und direkt als Antitumorvakzinen eingesetzt werden zu können. Für Glycopeptide aus der Tandem-Repeat-Region des tumorassoziierten Mucins MUC1 konnte gezeigt werden, dass vollsynthetische Vakzinen aus ihnen und T-Zellepitop-Peptiden aus dem Ovalbulmin in transgenen Mäusen eine starke, hochspezifische Immunantwort induzieren.[2] Noch stärker und hochselektiv fiel die Immunantwort aus, wenn Wildtyp-balb/c-Mäuse mit einer Vakzine behandelt wurden, in der das tumorassoziierte MUC1-Glycopeptid an Tetanustoxoid gebunden ist.[3] Diese Vakzineform hat den Vorteil, dass sie beim Menschen anwendbar wäre. Natürlich wird durch eine MUC1-Tetanustoxoid-Vakzine auch eine starke Immunreaktion gegen das Tetanustoxoid induziert. Will man bei Auffrischungsimpfungen die Reaktion gegen Tetanustoxoid vermeiden, muss man eine alternative Vakzineform entwickeln, in der das MUC1-Glycopeptid mit einem kovalent gebundenen, generell wirkenden Immunstimulanz kombiniert ist. Als immunstimulierende Struktur kommen die von Bessler, Jung et al.[4] als Toll-like-Rezeptor (TLR)-Liganden beschriebenen Tripalmitoyl-S-glycerylcystein-Peptide, zB Pam3CysSer (Lys) 4, in Betracht. Boons et al.[5] berichteten kürzlich über eine Vakzine, in der ein Glycoundecapeptid mit monosaccharidischer TN-Antigen-Seitenkette aus dem Tandem-Repeat von MUC1 direkt mit einem T-Zellepitop aus Poliovirus [6] und dem oben genannte TLR2-Agonisten verknüpft ist und durch die in Mäusen selektive Antiseren induziert wurden. In der Synthese dieser Vakzine wurde die selektive Entfernung der O-Acetylgruppen aus dem N-Acetylgalactosaminteil durch Umesterung mit Hydrazin in Methanol [7] erreicht, ein Verfahren, das bei Sialinsäure enthaltenden Glycopeptiden nicht angewendet werden könnte.