Gesellschaftliche Grenzregime und soziale Differenzierung / Societal Border Regimes and Social Differentiation

Gesellschaftliche Grenzregime und soziale Differenzierung / Societal Border Regimes and Social Differentiation
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Gesellschaftliche Grenzregime und soziale Differenzierung / 社会边界制度和社会分化

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发表时间:
2009
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通讯作者:
G. Lindemann
G. Lindemann
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作者:
G. Lindemann

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Zusammenfassung In diesem Aufsatz werden die verhältnismäßig kleine Tradition der Analysis der Grenzen der Sozialwelt und die große, weithin anerkannte Tradition der Theorie sozialer Differenzierung (insbesondere die Theorie funktionaler Differenzierung) miteinander ins Gespräch gebracht。在此背景下,格伦茨政权的社会人格和其他实体的存在,以及关于格伦茨政权在社会中的内在关系和支配性社会差异的讨论功能差异化和分层差异化。对于Gesellschaft zeigt sich的功能差异,dass diese Differenzierungsform daran gebunden ist, dass nur lebendige menschen soziale Personen sein können.在合并和卢曼的过程中,这些装备将成为德国功能差异化机构的基本权利。现代认知规范复杂性的基础是:在人的权利和行为中,人的原则是个人最好的。 Das Grenzregime stratifikatorisch不同Gesellschaften kommt ohne solche kognitiv-normativ Universellen Annahmen aus:Der Kreis möglicher wird situativ undfallbezogen begrenzt。在制度复杂性中,人们权利与社会功能差异的关系,在这种情况下,排除性和性别歧视的关系,成为现代民主国家的教育目标。问题已完全解决。摘要 本文试图在分析社会世界边界的相对次要的传统与分析社会分化的长期且广泛认可的传统(特别是功能分化理论)之间建立对应关系。它研究边界制度如何区分社会人和其他实体,并声称确定社会的边界制度与其社会分化的主导形式之间的独特关系。这一主张是针对功能和分层差异进行讨论的。一个功能分化的社会与这样一个事实有关:只有活着的人类才能成为社会人。在这方面,我提到尼克拉斯·卢曼的假设,即必须将人权视为功能分化社会的基础制度。现代性基于一种规范认知的制度复合体:一方面是人权,另一方面是由同类个体组成的人类物种。分层社会的边界制度不需要这种规范认知的普遍性。社会人士的圈子是根据具体情况在当地划定的。如果“人/人权”制度复合体是功能分化的基本特征,那么问题就出现了,如何理解伴随现代社会发展而来的排斥和压迫过程。这个问题将在最后一节讨论。
Zusammenfassung In diesem Aufsatz werden die verhältnismäßig kleine Tradition der Analyse der Grenzen der Sozialwelt und die große, weithin anerkannte Tradition der Theorie sozialer Differenzierung (insbesondere die Theorie funktionaler Differenzierung) miteinander ins Gespräch gebracht. Der Aufsatz untersucht, wie Grenzregime zwischen sozialen Personen und anderen Entitäten unterscheiden, und diskutiert die Frage eines immanenten Zusammenhangs zwischen dem Grenzregime einer Gesellschaft und der dominanten gesellschaftlichen Differenzierungsform, und zwar für die funktional differenzierte Gesellschaft und für stratifikatorisch differenzierte Gesellschaften. Für die funktional differenzierte Gesellschaft zeigt sich, dass diese Differenzierungsform daran gebunden ist, dass nur lebendige Menschen soziale Personen sein können. Dieser Zusammenhang wird im Anschluss an Luhmanns These ausgearbeitet, wonach die Grundrechte als tragende Institution der funktional differenzierten Gesellschaft zu begreifen sind. Die Moderne basiert auf einem kognitiv-normativen Institutionenkomplex: auf den Menschenrechten einerseits und andererseits auf dem Menschen als Gattung, die aus prinzipiell gleichartigen Individuen besteht. Das Grenzregime stratifikatorisch differenzierter Gesellschaften kommt ohne solche kognitiv-normativ universellen Annahmen aus: Der Kreis möglicher Akteure wird situativ und fallbezogen begrenzt. Wenn der Institutionenkomplex Mensch-Menschenrechte als Bedingung der funktional differenzierten Gesellschaft zu begreifen ist, stellt sich die Frage, welche Bedeutung den Exklusions- und Unterdrückungsexzessen zukommt, die die Bildung moderner demokratischer Staaten begleitet haben. Dieses Problem wird abschließend diskutiert. Summary This paper tries to initiate a correspondence between the comparatively minor tradition of analyzing the borders of the social world, on the one hand, and the long-standing and widely recognized tradition of analyzing the differentiation of society, particulary the theory of functional differentiation, on the other. It investigates how border regimes draw the distinction between social persons and other entities and claims to identify a distinct relation between the border regime of a society and its dominant form of social differentiation. This claim is discussed with respect to functional and stratificatory differentiation. A functionally differentiated society is connected with the fact that only living human beings can be social persons. In this context I make reference to Niklas Luhmann’s assumption that human rights have to be conceived of as foundational institutions of a functionally differentiated society. Modernity is based on a normative- cognitive institutional complex: human rights, on the one hand, and the human species, consisting of individuals of the same kind, on the other. The border regime of a stratificatorily differentiated society does not require such normative- cognitive universals. The circle of social persons is delimited locally in a case by case way. If the institutional complex “human being / human rights” is a basic feature of functional differentiation, the question arises how to make sense of processes of exclusion and oppression, which have accompanied the development of modern society. This problem is discussed in the final section.