Warum werden mittelalterliche und frühneuzeitliche Rechnungsbücher eigentlich nicht digital ediert?
Warum werden mittelalterliche und frühneuzeitliche Rechnungsbücher eigentlich nicht digital ediert?
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Warum werden mittelalterliche 和 frühneuzeitliche Rechnungsbücher eigentlich nicht 数字编辑?
DOI:
10.5281/zenodo.4623654
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发表时间:
2014
期刊:
影响因子:
--
通讯作者:
G. Vogeler
中科院分区:
文献类型:
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作者:
G. Vogeler
Historische Rechnungsdokumente scheinen auf den ersten Blick hervorragend geeignet für die computergestützte Reproduktion: • Sie sind hoch strukturiert, • sie enthalten große Mengen an Einzelinformationen, die individuell nicht immer von hohem Quellenwert sind, als Aggregation jedoch Bedeutung gewinnen, • sie enthalten Zahlen, mit denen gerechnet werden kann. In den Zeiten, in denen die Kontaktzone zwischen Informatik und Geisteswissenschaften stark von sozialhistorischen Interessen geprägt war, war die Verbindung entsprechend eng: Die Quantifizierung als Methode historischer Forschung war auch schon seit den 1960er Jahren von den Möglichkeiten geprägt, die Computertechnologien boten. Aus den Rechnungen wurden individuelle Datenbanken und tabellarische Darstellungen erstellt. Als gemeinsamer „Standard“ hat sich dabei die Tabellenkalkulation (z.B. MS Excel) durchgesetzt. Dieser Ansatz übergeht wichtige Informationen des originalen Dokuments, die insbesondere bei mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Rechnungen von Bedeutung sein können: • Die jüngst erschienene kritische Edition der Stadtrechnungen von Luxemburg zeigt, daß Buchführung auch eine wichtige sprachhistorische Quelle ist, die Auskunft über Orthographie, Vokabular und Fachsprachen geben kann. Eine digitale Ressource, die nur buchhalterische Informationen wie Beträge, Konten und stichwortartige Beschreibungen der Buchungen enthält, verringert ihren linguistischen Quellenwert signifikant. • Rechnungslegung und ihre Verschriftlichung waren im Mittelalter ein Prozeß, der mehrere Schritte umfaßte: Vorbereitung der Rechnung aus informellen Dokumenten (Belege, vorläufige Rechnungsregister u.ä.), Zusammenstellung in einer Reinschrift, mündliche Rechnungslegung vor einer Rechnungskontrollinstanz oder zumindest vor einer Person, die mit Hilfe des Abacus die Rechenprozesse nachvollzog, Aktualisierung von Schuldposten im Zuge der Erstattung durch den Debitor, Umwandlung von Soll-