Zu viel des Guten? Ein neuer Forschungsansatz zu Vielzahl und Vielfalt deutscher Literaturpreise
Zu viel des Guten? Ein neuer Forschungsansatz zu Vielzahl und Vielfalt deutscher Literaturpreise
复制标题
穿得太过分?
DOI:
10.1007/978-3-476-05732-7_3
复制
发表时间:
2021
期刊:
影响因子:
--
通讯作者:
Sarah Maaß
中科院分区:
文献类型:
--
作者:
Pontzen;Alexandra;Dennis Borghardt;Sarah Maaß
Der vorliegende Aufsatz skizziert Ansatz und Programm eines Forschungsprojekts zu „Funktionen und Wirkungen von Literaturpreisen im deutschsprachigen Raum seit 1990“ an der Universität Duisburg-Essen. Er setzt an bei der hohen Zahl der in Deutschland vergebenen Preise, den Reaktionen seitens des Feuilletons und der Literaturkritik, einer knappen Sichtung bisheriger Forschung zu (deutschsprachigen) Literaturpreisen und stellt die zentralen Thesen des genannten Forschungsprojekts vor: Entgegen der vorherrschenden Lesart, die Zunahme an Preisen bedeute eine Inflation und habe einen Qualitätsverlust zur Folge, betrachtet das Projekt Vielzahl und Vielfalt der Preise als Netzwerk, das durch Valorisierungsleistungen und Heterarchisierungseffekte zur Qualitätssicherung in einem erweitert und verändert zu denkenden, eben diversifizierten, literarischen Feld beiträgt. Diese Annahmen prüft das Projekt (1), auf einer breiten Basis gesicherter Daten aufbauend, durch quantitative Aussagen zu Preislandschaft und Preisprofilen, indem (2) verschiedene Funktionsbereiche der Literaturpreise (literarische Ästhetik und Programmatik – Kulturpolitik und gesellschaftlicher Wertediskurs – Literaturbetrieb und Verlagslandschaft) in den Blick genommen und (3) deren Wechselverhältnis exemplarisch für unterschiedliche Preistypen analysiert wird.