Loher und Maller; Herzog Herpin. Kommentar und Erschließung (Texte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit 55), written by Ute von Bloh, Bernd Bastert
Loher und Maller; Herzog Herpin. Kommentar und Erschließung (Texte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit 55), written by Ute von Bloh, Bernd Bastert
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洛尔和马勒;
DOI:
10.1163/18756719-12340134
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发表时间:
2017
期刊:
影响因子:
--
通讯作者:
Bernd Bastert
中科院分区:
文献类型:
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作者:
Bernd Bastert
Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 78 (2018) 469–521 auch schon aus ‘Lion de Bourges’ bekannt. Übrigens gibt es kein Schloss mit dem Namen Monclin in Oberitalien. Anlässlich einer Stelle des Herpintextes, Textausgabe S. 40, 21–24, wo Iherusalem und das heylige grab genannt werden, berichtet der Stellenkommentar ausführlich über das Heilige Land als Pilgerziel seit dem 4. Jh., bis schwierige politische Umstände den Umgang mit den Muslimen und daher die Reise ins Heilige Land erschwerten. Und dass trotz aller Schwierigkeiten die Pilgerfahrt im 14. Jh. noch einen Höhepunkt erreichte. Mehrere Male, bei 1, 1–3; 46, 9; 158, 10f.; 507, 10f. findet man Verweise auf die (fiktive) Vortragssituation der französischen Chanson de Geste. Diesen formelhaften Anfang haben alle vier Prosaepen aus der Umgebung der Elisabeth von Nassau-Saarbrücken. So hat es den Anschein, diese Epen würden nicht nur schriftlich festgelegt sondern auch vorgetragen. Das Epos “Loher und Maller” ist in insgesamt fünf Handschriften tradiert, der Erstdruck stammt aus Straßburg, aus dem Jahre 1514. Das Explicit der Hamburger Handschrift von ‘Loher und Maller’erwähnt Elisabeth von Lothringen und Nassau-Saarbrücken, die 1437 für die Übersetzung ins Deutsche verantwortlich sein soll. Und ihre Mutter habe den französischen Text 1405 verfassen lassen. Die Handschrift sei in Auftrag des Sohnes von Elisabeth, Johann III. von Nassau-Saarbrücken, nach 1455 entstanden, ebenso wie die Wolfenbütteler Handschrift von “Herzog Herpin”(HAB). Weiter gibt es vom Herpin neben dem Erstdruck noch zwei Handschriften. Zwei der ‘Loher und Maller’-Handschriften sind bebildert: die in Hamburg und Wien. Die Hamburger Handschrift enthält 160 von den ursprünglich 197 Zeichnungen, eingeklebte Federzeichnungen, wahrscheinlich von einer Malerhand; die Wiener Handschrift enthält 40 Federzeichnungen. In den Erstdruck aus 1514 sind neben dem Titelholzschnitt 36 weitere Holzschnitte eingeklebt worden, die aber meistens nicht für ‘Loher und Maller’angefertigt wurden. Alle ‘Herpin’-Handschriften aus dem 15. Jahrhundert sind illustriert und haben selbständige Bildausstattungen. Der ‘Herpin’-Erstdruck stammt wie der Erstdruck von ‘Loher und Maller’aus der Druckerei von Grüninger, 1514. Auf eine witzige Besonderheit ist noch hinzuweisen:(S. 321) Im Titel des Erstdrucks von ‘Herpin’steht: Der weis Ritter wie er so getruwlich bei stund Leuwen des Hertzogen sun von Burges… zum Titelholzschnitt, der “den thronenden Karl d. Gr. zeigt, vor dem ein junger, gelockter Ritter neben anderen Hofleuten kniet, und keiner von ihnen als der Weiße Ritter zu identifizieren wäre”. Aber die kolorierten und schwarzweißen Bilder scheinen von großer Bedeutung zu sein und können eine Fundgrube für nähere kunsthistorische Untersuchungen darstellen.