Dat Anna und s Eva – Neutrale Frauenrufnamen in deutschen Dialekten und im Luxemburgischen zwischen pragmatischer und semantischer Genuszuweisung
Dat Anna und s Eva – Neutrale Frauenrufnamen in deutschen Dialekten und im Luxemburgischen zwischen pragmatischer und semantischer Genuszuweisung
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Dat Anna 和 Eva – Neutrale Frauenrufnamen in deutschen Dialekten und im Luxemburgischen zwischen pragmatischer und Semantischer Genuszuweisung
DOI:
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发表时间:
2013
期刊:
影响因子:
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通讯作者:
Juliane Drenda
中科院分区:
文献类型:
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作者:
D. Nübling;Simone Busley;Juliane Drenda
In deutschen Dialekten gibt es ein zwar bekanntes, doch bislang kaum erforschtes auffälliges Genusverhalten: Weibliche Rufnamen erhalten neutrales Genus, zum Beispiel dat Anna, es/et Ruth, s Eva. Die Artikelformen variieren nur dialektal oder bezüglich ihrer Akzentuierung, es handelt sich in allen Fällen um Neutra. Die Namen selbst sind keineswegs diminuiert, das heißt, es liegt kein vom Diminutivsuffi x nach dem Kopf-rechts-Prinzip vergebenes, morphologisch zugewie se nes Neutrum vor. Damit wird die sonst bei Personen bezeich nungen und Personennamen strikt geltende Sexus-Genus-Korrelation (das sogenannte „natürliche Geschlechtsprinzip“) verletzt. Dies wird in Dialekt beschreibungen zuweilen erwähnt und wenn, dann mit der häufi gen Diminu tion dieser Namen begründet. Merkwürdigerweise erfahren selbst explizit diminuierte (suffi gier te) Männernamen oft keine neutrale Genus zuweisung, sie bleiben maskulin, Typ: der Hanseli. Der areale Geltungsbereich dieser onymischen Neutra war bis vor kurzem unbekannt. Im März 2013 wurde eine Karte des „Atlas zur deutschen Alltagssprache“ (AdA) (ELSPASS / MÖLLER 2003– ) publiziert, die die ungefähre Verbreitung dieses Phänomens in der Alltagssprache (nicht den Basisdialekten) erstmals aufgreift (siehe die schwarzen Kreise und Dreiecke)1 und sie als eine westliche, buchstäbliche Rander scheinung ausweist, die sich diesund jenseits der Benrather