Der Patient als Zeichen und als Erzählung: Krankheitsbilder, Lebensgeschichten und die erste psychoanalytische Fallgeschichte
Der Patient als Zeichen und als Erzählung: Krankheitsbilder, Lebensgeschichten und die erste psychoanalytische Fallgeschichte
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病人的病情和治疗:疾病图像、生活历史和最初的精神分析历史
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发表时间:
1993
期刊:
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通讯作者:
Stephanie Kiceluk
中科院分区:
文献类型:
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作者:
Stephanie Kiceluk
Freud gilt allgemein als Erfinder der Fallgeschichte, obwohl es auch vor ihm ohne Zweifel Berichte und Geschichten uber Patienten gab. Der franzosische Arzt Philippe Pinel (1745–1826) war der erste, der bei seinen Patienten mentale Storungen systematisch aufzeichnete und beschrieb. Von Pinel her leiten sich der Autorin zufolge zwei Traditionen ab, die zwei Diskurse generieren: den semiologischen, der sich am »Krankheitsbild« festmacht, und den narratologischen, der die »Lebensgeschichte« in den Mittelpunkt ruckt. Wahrend Jean-Martin Charcot (1825–1893) und Emil Kraepelin (1856–1925) das Konstrukt des »Krankheitsbildes« favorisierten, um Geisteskrankheiten diagnostizieren und klassifizieren zu konnen, bemuhten sich Adolf Meyer (1866–1950) und Freud um die Rekonstruktion der »Lebensgeschichte« ihrer Patienten. Was Meyer aber versagt blieb – die Herstellung der Verbindung zwischen Erzahlung und pathologischem Zeichen –, gelang schlieslich Freud: Mit der Krankengeschichte der Elisabeth von R. (1895) schrieb er die erste psychoanalytische Fallgeschichte, die den Zusammenhang von Erzahlung und Symptom erfast.