Die kulturell dominierende Klasse in Europa:
Die kulturell dominierende Klasse in Europa:
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欧洲的文化统治阶级:
DOI:
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发表时间:
2008
期刊:
影响因子:
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通讯作者:
J. Gerhards
中科院分区:
文献类型:
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作者:
J. Gerhards
ZusammenfassungAuf der Basis einer Auswertung einer Eurobarometerbefragung analysiert der Artikel in einem ersten Schritt die Intensität der Hochkulturnutzung der Bürger in 27 Ländern der Europäischen Union. Die Ergebnisse zeigen, dass die Partizipation an hochkulturellen Veranstaltungen (Oper, Theater, Museen, Konzert) zusammen ein Verhaltenssyndrom bilden, sodass man von einem hochkulturellen Lebensstil sprechen kann. Die Analysen zeigen weiterhin, dass die Intensität der Nutzung des hochkulturellen Angebots in allen Ländern recht gering ist, bei gleichzeitiger Varianz zwischen und innerhalb der Länder. Im zweiten Schritt wird versucht, die Unterschiede in der Praktizierung eines hochkulturellen Lebensstils mit Rückgriff auf die Theorie von Pierre Bourdieu zu erklären. Alle aus der Bourdieu’schen Theorie abgeleiteten Hypothesen werden empirisch bestätigt: Die Klassenlage einer Person und ihre Verfügung über institutionalisiertes und inkorporiertes Kapital entscheiden über die Praktizierung eines hochkulturellen Lebensstils.Die Praktizierung eines hochkulturellen Lebensstils hängt aber nicht nur von der sozialstrukturellen Lagerung der Nachfrager nach Hochkultur ab, sondern auch von der kulturellen Gelegenheitsstruktur. Ästhetische Präferenzen lassen sich besser und kostengünstiger realisieren, wenn ein Land über eine ausgebaute hochkulturelle Infrastruktur verfügt und der Befragte in der Nähe dieser Infrastruktur wohnt. Ergänzt man die Bourdieusche Theorie der Homologie von Klassenlage und Lebensstile um das Konzept der kulturellen Gelegenheitsstruktur, dann lassen sich die Ausbildung einer kulturell dominanten Klasse und auch die Länderunterschiede insgesamt sehr gut erklären.AbstractUsing Eurobarometer data, the article firstly describes the extent to which citizens of the 27 EU member states use high culture such as operas, concerts, museums, and theatres. The descriptive results show that (1) participation in these various events constitutes a syndrome, i.e. a coherent highbrow lifestyle, albeit this lifestyle (2) is only enacted by a small proportion of the population. In a second step we attempt to explain the differences in the cultural consumption both between and within countries, employing Bourdieu’s theory. All hypotheses which can be deduced from Bourdieu’s theory are confirmed by our subsequent empirical analysis: Citizens’ class position, and their embodied und institutionalised capital determine the consumption or non-consumption of highbrow culture to a high degree.Cultural consumption, however, is not only determined by citizens’ social structural position. It also depends on the cultural opportunity structure. It is much easier to realize one’s own aesthetic preferences if a country possesses a well developed cultural infrastructure and if one lives close to that infrastructure. Supplementing Bourdieu’s theory with the concept of cultural opportunity, we are able to explain the existence of a cultural dominant class and the differences between the 27 countries quite well.