Der Einfluss Tiefer Temperatur auf die Wasser- und Stickstoffaufnahme der Pflanzen und Ihre Bedeutung für das „Xeromorphieproblem”
Der Einfluss Tiefer Temperatur auf die Wasser- und Stickstoffaufnahme der Pflanzen und Ihre Bedeutung für das „Xeromorphieproblem”
复制标题
Der Einfluss Tiefer Temperatur auf die Wasser- und Stickstoffaufnahme der Pflanzen and Ihre Bedeutung for das ``Xeromorphieproblem
作者:
Helmut Greb
i. Einleitung Der Begrfff tier Xeromorphie wurde ursprfinglich ffir die strukturellen Ver~nderungen der Pflanzen eingefiihr~, die durch Trockenheit des Substrats hervorgerufen werden. Bald stellte man jedoeh lest, dab auch auf gewissen feuchten Standorten Xeromorphosen auftreten, z. B. auf den extrem nassen Hoehmooren. Daraus schloB man, dab auch Hoehmoorpflanzen unter Wassermangel leiden. So kam es, dab S c E I ~ E a 1898 den Begriff der ,,physiologisehen Trockenheit" einfiihrte. Die Kritik, die SCHIMPE~ yon zeitgenSssisehen Autoren erfuhr, riehtete sich nicht gegen dieses Prinzip, sondern nur gegen die yon ihm ~ngenommene Ursache dieser Erseheinung, vet allem gegen seine Hypothese der Humuss//urewirkung bei Hoehmooren. Besonders war es hier die erstmals yon K I ~ L ~ A ~ (1890) vertretene Annahme einer K/~ltewirkung, die in der Folgezeit yon zahlreichen Forsehern unterstfitzt wurde (n//here Litera~ur' s. MONTFO~T 1918). Stark beaehtet wurden auch die Untersuohungen yon DAcH~ows~::r (1908), der Sumpftoxine ( 'bog-toxins") als Ursache annahm. D o e h erst MeaTiesT wies 1918 an Hand yon vergleichenden Untersuchungen der Hochmoorflora auf die Unhaltbarkeit der Hypothese einer ,,physiologischen Trockenheit" der Hoehmoore hin und lieferte dann auch 1921 und 1922 den Beweis, dal~ im Hoehmoor die WasseraufnMlme der Ho chmoorpflanzen nicht gehemmt ist. Dadureh war die ScHI~r]~sche Hypothese fiir die Moorst~ndorte widerlegt. Eine weitere Kl~rung braehte die Feststel!ung yon FI~BAS (1931), dal~ die im nassen, waehsenden Hochmoor stehenden, stark xeromorph gebauten Pflanzen einen niedrigeren 0smotischen Wert aufweisen als die auf trokkeneren, verheideten St~ndorten waehsenden weniger xer0morphen Exemplare. Der osmotische Wert folgte also den l~euehtigkeitsverh~ltnissen des Standorts, wie es naeh W~r,TE~ (1931) zu erw~rten war. Ein//hnliehes Verhalten konnte W~L~E~ (1931) auch bei in tiefem Schatten wachsenden Kfimmerpflanzen beobaehten, die trotz gewisser ,,xeromorpher"