Das Flugzeug als Kommunikationsraum
Das Flugzeug als Kommunikationsraum
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通信空间中的飞行器
DOI:
10.1515/sosi-2008-0105
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发表时间:
2008
期刊:
影响因子:
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通讯作者:
Tilman Allert
中科院分区:
文献类型:
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作者:
Tilman Allert
Die Geschichte der menschlichen Fortbewegungsmittel wird begleitet von technischer Rationalisierung und diese Geschichte beginnt noch vor aller Technik mit der Freisetzung des aufrechten Gangs, eine evolutionsgeschichtliche Weichenstellung mit weitreichenden Folgen für das Verhältnis des Menschen zu seiner räumlichen Umgebung, für seine Gemeinschaftsbildung und für die Sinnzuschreibung seiner Existenzform. Zentrales Medium der Überwindung von Distanzen im unmittelbaren Wahrnehmungsraum ist zunächst die Sprache, deren Komplexität durch die Differenzierung der Kehlkopforganisation mit entsprechend erweiterter Lauterzeugungskapazität enorm erhöht wird. Der Blick auf die Körpertechniken, insbesondere das Schreiten und das Laufen und die darin leiblich erfahrbare Unterscheidung zwischen zwei Raumpositionen, dem „Hier" und „Dort" sowie zwei Zeitpositionen, dem „Vorher" und „Nachher", macht auf die Sesshaftigkeit des Menschen als der für unser Thema zentralen Kategorie aufmerksam. Die gattungstypische Lebensführung entfaltet sich in einer räumlichzeitlichen Struktur. Verortung teilt sich dabei nicht unmittelbar mit, wird auch nicht gleichsam automatisch durch eine Umgebung gestiftet, vielmehr ist sie eine Leistung der sinnstiftenden Sozialität selbst. Sie wird leiblich empfunden, sprachlich artikuliert und kommuniziert und in historisch wechselnden Formen der Behausung baulich veranschaulicht. Kehrseitig dazu bildet die Verortung zugleich die Voraussetzung dafür, symbolisch die mögliche Überwindung der Ortsgebundenheit vorwegzunehmen, sich jenseits des eigenen Horizonts an einen fernen Ort zu denken, zu dem hin man sich bewegen möchte. Die ebenso triviale wie folgenreiche Unmöglichkeit, die Sesshaftigkeit zu vervielfachen und somit ubipräsent zu sein, löst technische Erfindungen aus, die zum Ziel haben, die Gebundenheit an Ort und Zeit zu überwinden. Der Traum des Ikarus entsteht, aber er bleibt nicht eine Phantasie, intellektuell sublimiert taucht er in der Neugier des professionalisierten Ingenieurs wieder auf. Artefakte, Maschinen markieren Erfindungen, die mit der Luftfahrt ein noch nicht abgeschlossenes vorläufiges Ende erreicht haben. Mit dem Bau von flugfähigen Maschinen gelingt es, das gattungstypische Hindernis, nämlich die Flugunfähigkeit und Bodenverhaftetheit, zu überwinden bzw. zu kompensieren.