Bundesstaat oder Parteienstaat: Überlegungen zu Entscheidungsprozessen im Spannungsfeld von föderaler Konsensbildung und parlamentarischem Wettbewerb in Deutschland
Bundesstaat oder Parteienstaat: Überlegungen zu Entscheidungsprozessen im Spannungsfeld von föderaler Konsensbildung und parlamentarischem Wettbewerb in Deutschland
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德国联邦国家或政党国家:德国联邦议会的联邦国家和议会的立法
DOI:
10.1007/978-3-663-07791-6_3
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发表时间:
2000
期刊:
影响因子:
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通讯作者:
Wolfgang Renzsch
中科院分区:
文献类型:
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作者:
Wolfgang Renzsch
Die Bundesrepublik Deutschland ist nicht nur ein Bundesstaat (Art. 20 GG), sondern Art. 21 GG legitimiert zudem die parteienstaatliche Demokratie. In der politischen Tagesdebatte wurde und wird den Parteien der Vorwurf gemacht, das sie aus opportunistischen Machtkalkulen heraus Reformen verhinderten. Insbesondere das Scheitern der Steuerreform 1998/99 gilt als pragnantes Beispiel fur parteipolitisch motivierte Blockadepolitik (Zohlnhofer 1999). Die wissenschaftliche Diskussion griff bereits in den 70er Jahren dieses Thema auf und verknupfte es mit Problemen des Staatsaufbaus. Seinerzeit hat Gerhard Lehmbruch (1976) die Verbindung von foderalem Verhandlungssystem und parlamentarischer Konkurrenzdemokratie als die von zwei inkongruenten Konfliktregelungsmustern beschrieben, die „gegenlaufig“ (11) seien. Diese Gegenlaufigkeit (158) begrunde einen „Strukturbruch zwischen Parteienkonkurrenz und Bundesstaat“ (16). Es musse gefragt werden, „ob dies nicht das Funktionieren des politischen Systems insgesamt zu blockieren droht“ (11). In der zweiten Auflage seines Buches halt Lehmbruch im wesentlichen an seiner Position fest (Lehmbruch 1998).