Professionalität ohne Arbeitsbündnis? Eine Studie zu „niedrigschwelliger“ Sozialer Arbeit
Professionalität ohne Arbeitsbündnis? Eine Studie zu „niedrigschwelliger“ Sozialer Arbeit
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专业化的 Arbeitsbündnis? Eine Studie zu ``niedrigschwelliger Sozialer Arbeit
DOI:
10.1007/978-3-531-92687-2_13
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发表时间:
2011
期刊:
影响因子:
3.7
通讯作者:
B. Müller
中科院分区:
文献类型:
--
作者:
B. Müller
Es scheint in der Diskussion, wie sie in diesem Band gefuhrt wird, Konsens zu sein, dass die Frage nach der Professionalitat Sozialer Arbeit zu unterscheiden ist von der nach ihrem Status als Profession und ihrer Professionalisierung (vgl. Nittel 2002). Sie fragt nicht nach Merkmalen Sozialer Arbeit als Beruf, sondern stellt sich im Kontext der Selbstreflexion und Beobachtung der Akteure sozialpadagogischen Handelns als kasuistische Frage professioneller Selbstuberprufung oder auch als Frage, nach der sozialwissenschaftlichen Rekonstruierbarkeit dieses Handelns. Dabei wird zumeist von einer „revidierten“ (Oevermann 1996) Theorie professionellen Handelns ausgegangen wird, die sich nicht primar am Expertenmodell der Beherrschung standardisierbarer Wissensbestande und Praktiken orientiert, sondern gerade die Bewaltigung von Ungewissheiten zum Angelpunkt macht. Diese ergeben sich vor allem aus der paradoxen Aufgabe, angesichts beschadigter und/oder sanktionsbedrohter Lebenspraxis von Klientinnen und Klienten erfolgreich intervenieren zu sollen, dabei aber die Autonomie dieser Lebenspraxis zu respektieren und nach Moglichkeit wiederherzustellen. Professionalitat in diesem Sinn wird im aktuellen Fachdiskurs (Pfadenhauer 2005, Becker-Lenz et al. 2009) vor allem als Frage nach den Bedingungen der Moglichkeit von Arbeitsbundnissen diskutiert. Dies ist auch in den Diskussionen uber empirisches Material in diesem Band die vorherrschende Fokussierung. Mein Beitrag argumentiert, dass dieser Fokus zu eng sei.