Die Computertomographie als Untersuchungs- und Dokumentationsmethode zur Bearbeitung frühmittelalterlicher Fundkomplexe

Die Computertomographie als Untersuchungs- und Dokumentationsmethode zur Bearbeitung frühmittelalterlicher Fundkomplexe
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计算机断层扫描作为基金的研究和文档方法

DOI:
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发表时间:
2016
期刊:
影响因子:
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通讯作者:
Jörg Stelzner
Jörg Stelzner
中科院分区:
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文献类型:
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作者:
Jörg Stelzner

文献摘要

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Angesichts eines immer groser werdenden Fundaufkommens und begrenzter Mittel steht die archaologische Denkmalpflege vor der Schwierigkeit einer zeitnahen Auswertung und wissenschaftlichen Vorlage des Fundmaterials. Insbesondere trifft dies aufgrund der enormen Anzahl an Funden auf fruhmittelalterliche Graberfelder zu. Ein groser Teil der Objekte wird aufgrund ihres Zustands oder einer komplexen Fundsituation in Blockbergungen geborgen, deren konventionelle Aufarbeitung nur mit einem hohen Zeitaufwand zu bewerkstelligen ist. Innerhalb dieser Arbeit konnte erstmals anhand uber dreihundert Blockbergungen aus dem Graberfeld Lauchheim „Wasserfurche“ der Einsatz der Computertomographie uberpruft werden, um die Aufarbeitung des Graberfeldes zu beschleunigen. Ausschlaggebend fur die Aussagekraft der Daten ist deren Qualitat, die durch die Auflosung, den Kontrast und mogliche Messartefakte bestimmt wird. Beeinflusst werden diese Faktoren wiederum durch die Grose der zu untersuchenden Objekte bzw. Blockbergungen, deren Materialzusammensetzung sowie die Messparameter und die apparative Ausstattung. Angewendet wurden neben der Mikro-Rontgencomputertomographie, die Submikro-Rontgencomputertomographie zur Untersuchung kleinerer Objekte und die Computertomographie mit Neutronen, die sich besonders fur die Untersuchung organischer Materialien eignet. Der methodische Ansatz bestand darin, die zentralen Anforderungen fur eine Objektansprache, wie die Visualisierung der unterschiedlichen Funde und die Materialbestimmung sowie die Stratigraphie in den Blockbergungen zu untersuchen. Hierdurch konnte bestatigt werden, dass eine beschleunigte Aufarbeitung der Funde in ausreichender Qualitat moglich ist. Gewisse Einschrankungen bestehen in einigen Fallen fur die Materialbestimmung und fur die Visualisierung stark fragmentierter Funde. Zudem ist die Ermittlung der Farbgebung nicht moglich, weshalb beispielsweise Perlen geborgen werden mussen, um ihre Farbe zu bestimmen. Diesen Einschrankungen stehen Informationen gegenuber, die anhand der Methode nichtinvasiv gewonnen werden konnen, was auf herkommliche Weise nur destruktiv moglich ist. Zu nennen sind hier weitreichende Erkenntnisse zu Materialeigenschaften und Herstellungstechniken. So konnte die Merkmalsbasis des Klingenaufbaus fruhmittelalterlicher Spathen erheblich erweitert und in Blockbergungen und an Eisenobjekten mineralisiertes Holz holzanatomisch und dendrochronologisch untersucht werden. Zudem wurden stark korrodierte und/oder filigrane Metallfunde sowie an Metallfunden mineralisierte organische Materialien dokumentiert. Daruber hinaus liesen sich Informationen zur Konstruktion und Oberflachengestaltung von Metallfunden sowie zur Legierungszusammensetzung und Herstellungstechnik von Kupferlegierungen gewinnen.