Natascha Müller, Tanja Kupisch, Katrin Schmitz & Katja Cantone. 2007. Einführung in die Mehrsprachigkeitsforschung. Deutsch, Französisch, Italienisch. 2. Aufl. Tübingen: Gunter Narr. 304 S
Natascha Müller, Tanja Kupisch, Katrin Schmitz & Katja Cantone. 2007. Einführung in die Mehrsprachigkeitsforschung. Deutsch, Französisch, Italienisch. 2. Aufl. Tübingen: Gunter Narr. 304 S
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Natascha Müller、Tanja Kupisch、Katrin Schmitz 和 Katja Cantone。Einführung in die Mehrsprachigkeitsforschung。2. Aufl Tübingen。
DOI:
10.1515/zrs.2011.052
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发表时间:
2011
影响因子:
4.6
通讯作者:
Sandro M. Moraldo
中科院分区:
文献类型:
--
作者:
Sandro M. Moraldo
Sprachliche Vielfalt ist ein wesentliches Merkmal der Europäischen Union, ihres kulturellen Erbes und ihrer Identität. Das Motto von der Mehrsprachigkeit als Trumpfkarte ist in aller Munde und das Beherrschen von mindestens drei Sprachen (Muttersprache plus zwei Fremdsprachen) ein auf EU-Ebene anerkanntes Ziel für alle Bürger (Moraldo 2008a). Dies stellt die zuständigen Stellen (nicht nur) der europäischen Bildungspolitik immer wieder vor neue Herausforderungen. So haben neuerdings EU-Projekte zur Förderung des fremdsprachigen Sachfachunterrichts, besser bekannt unter dem Akronym CLIL (Content and Language Integrated Learning), Unterrichtskonzepte für innovative und kreative Wege in die Mehrsprachigkeit erarbeitet, die das Bewusstsein für den Wert der Sprachenvielfalt und die von dieser Vielfalt ausgehenden Chancen schärfen sollen. Integriertes Sprachenund Fachlernen nimmt in der gegenwärtigen Diskussion über eine zeitund zielgerechte Entwicklung schulisch-institutioneller Sprachund Bildungsangebote eine überaus zentrale Rolle ein. Dies ist die eine Seite der Medaille. Die andere betrifft Mehrsprachigkeit u. a. von Bilingualen, die schon in der Primärsozialisation mit zwei Sprachen aufwachsen (bilingualer Erstsprachenerwerb bzw. muttersprachliche oder simultane Zweisprachigkeit), oder Migranten, die in zweitsprachlicher Umgebung auch weiterhin ihre Herkunftssprache sprechen. Ging einst bei den ausländischen Einund Zuwanderern (in ein bis zwei Generationen) die Aufgabe der Muttersprache Hand in Hand mit der Integration in die jeweilige Kultur und Gesellschaft, so ist dieser Sprachwechsel bei den neuen Migrantengenerationen längst keine ausgemachte Sache mehr. In diesem Sinne spricht man dann von ,bilingualem Erstsprachenerwerb‘ bzw. muttersprachlicher oder simultaner Zweisprachigkeit, die von der ‚sukzessiven Zweisprachigkeit‘ (etwa dem Erlernen einer Fremdsprache in der Schule) unterschieden wird. Allein in Deutschland leben nach den jüngsten Ergebnissen des Mikrozensus 2008 (veröffentlicht am 10. Januar 2010) 15,6 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, das heißt: 19% der Bevölkerung sind seit 1950 nach Deutschland zugewandert oder Nachkommen von Zugewanderten (2007 waren es noch 18,7% und 2005: 18,3%). Die meisten von ihnen behalten dann auch ihre Herkunftssprache bei („langua-