Historizismus und Kritizismus. Kants Streit mit G. Forster und J. G. Herder
Historizismus und Kritizismus. Kants Streit mit G. Forster und J. G. Herder
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历史主义和批判主义。
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发表时间:
1981
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通讯作者:
M. Riedel
中科院分区:
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作者:
M. Riedel
Nach dem Sprachgebrauch von Karl R. Popper.und seiner Schule, die sich selbst gern in der Nachfolge des Kritizismus stehen sieht, ist Historizismus ein Sammelname für eine Vielzahl geschichtlich-soziologischer Theorien, deren Gemeinsamkeit in der Suche nach „Trends" und „Gesetzen" des universalhistorischen Verlaufs mit prognostischem Aussagegehalt besteht. Nach dieser Definition wäre Kant, der Begründer des philosophischen Kritizismus, ein Historizist gewesen. Je nachdem, ob eine Theorie der Geschichte den Naturgesetzen vergleichbare Gesetze zuschreibt oder nicht, unterscheidet Popper bekanntlich innerhalb des Historizismus zwischen einer „pronaturalistischen" und einer „antinaturalistischen Richtung". Unter diesem Gesichtspunkt fällt Kants Einordnung in eine der historizisrischen Fraktionen schwer. Ja, sie ist, genau genommen, unmöglich, da Kant noch vor dieser Unterscheidung denkt: Seine Geschieh tstheorie ist sowohl naturalistisch als auch antinaturalistisch fundiert. Es ist die gleiche Schwierigkeit, der sich bereits E. Troeltsch und F. Meinecke zu Beginn unseres Jahrhunderts gegenübersahen. Beide haben die Geschichte der antinaturalistischen Richtung des Historizismus geschrieben, den sie, abweichend von Popper, Historismus nennen und im Gegensatz zu ihm als einen der großen Wissenschaftsfortschritte der modernen Welt verteidigen. Nach ihrem Begriffsgebrauch ist der Historizismus die geisteswissenschaftliche Gegenbewegung zum Naturalismus der Naturwissenschaft. Historismus und Naturalismus, so sagt E. Troeltsch, sind moderne Wissenschaftsschöpfungen. Die eine hat es mit letztlich rein gegebenen, unbegreiflichen Körpergrößen des Raumes zu tun, während die andere das Selbstverständnis des Geistes ist, sofern es sich um die eigenen Hervorbringungen seiner in der Geschichte handelt. Das Wort „Historismus" ist daher von seinem schlechten Nebensinn, der Assoziation mit dem naturwissenschaftlichen Positivismus, zu lösen und „in dem Sinne der grundsätzlichen Historisierung alles unseres Denkens über den Menschen, seine Kultur und seine Werte zu verstehen". Sein Kern, so heißt es dazu bei Meinecke, besteht in der „Ersetzung einer generalisierenden Betrachtung geschichtlich-menschlicher Kräfte durch eine