Japanese Law Schools: “A Glass Half Full”
Japanese Law Schools: “A Glass Half Full”
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日本法学院:“半满的玻璃杯”
DOI:
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发表时间:
2010
期刊:
影响因子:
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通讯作者:
G. McAlinn
中科院分区:
文献类型:
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作者:
G. McAlinn
Im Jahre 2001 hat die Kommission zur Reform des Justizwesens ihre Vorschlage zu grundlegenden Veranderungen in praktisch allen Bereichen der Justiz in Japan vorgelegt. Die Empfehlungen beruhen auf der Annahme, dass das alte System der Ausbildung und Zulassung zur Anwaltschaft nicht in der Lage sei, die Herausforderungen zu bewaltigen, mit denen sich Japan am Beginn des 21. Jahrhunderts konfrontiert sieht. Unter anderem schlug die Kommission vor, landesweit ein System postgraduierter professioneller law schools einzufuhren, die in der Lage waren, sowohl die Zahl als auch die fachliche Qualitat der praxisorientierten Juristen zu erhohen. Bis zum Jahre 2010 sollte die Zahl der Absolventen auf 3.000 pro Jahr angestiegen sein, wobei 80 % der Kandidaten eines Jahrganges das fur die weitere Ausbildung und spatere Zulassung als Rechtsanwalt entscheidende Examen bestehen sollten. Die Qualitat der Ausbildung sollte durch eine diskursive Unterrichtsmethode in kleinen Klassen gesichert werden, in denen neben den akademischen Lehrern auch Praktiker, also Richter, Staatanwalte und Rechtsanwalte, unterrichten sollten. Die Empfehlungen haben unrealistisch hohe Erwartungen an die Reform der Juristenausbildung geweckt. Politisch einflussreiche institutionelle stakeholders wie der Oberste Gerichtshof, das Justizministerium und der Verband der Japanischen Anwaltskammern (Nichibenren) haben protektionistische Schritte unternommen, um die Zahl der Absolventen niedrig zu halten. Die jungste Statistik weist 2.074 Absolventen des Examens bei einer Erfolgsquote von etwas uber 25 % aus. Dies hat sich negativ auf die Einschatzung der law schools ausgewirkt, und Kritiker stellen bereits die Zukunft des neuen Ausbildungssystems in Frage. Der Beitrag bestreitet die derzeitigen Schwachstellen in der Ausbildung, die namentlich durch die Festlegung der Zahl der erfolgreichen Absolventen verursacht werden, nicht, gibt aber zu bedenken, dass man die zahlreichen bereits errungenen Erfolge nicht aus dem Blick verlieren sollte. Auch wenn die Erfolgsquote weit unter den angestrebten 80 % liegt, ist sie gleichwohl wesentlich hoher als die fruhere Erfolgsquote von 2-3 % im alten System. Vor allem haben die law schools die Art und Weise, in der in Japan Recht unterrichtet wird, zum Vorteil aller fundamental verandert. Auch wenn das neue System noch nicht perfekt funktioniert, steht es doch auf einem soliden Fundament und hat Zahl und Qualitat der Rechtsanwalte in Japan nachhaltig erhoht. Diese positiven Aspekte sollten im Vordergrund stehen, wenn uber kunftige Veranderungen in der Juristenausbildung nachgedacht wird.