Rezension: Phytopharmaka und Pharmazeutika in Heinrichs von Pfalzpaint ‘Wündärznei’ (1460) von Claudia Richter
Rezension: Phytopharmaka und Pharmazeutika in Heinrichs von Pfalzpaint ‘Wündärznei’ (1460) von Claudia Richter
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评论:Heinrichs von Pfalzpaint âWündürzneiâ (1460) 中的植物药物和药物,作者:Claudia Richter
DOI:
10.1002/bewi.200701293
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发表时间:
2007
影响因子:
0.6
通讯作者:
Tanja Pommerening
中科院分区:
文献类型:
--
作者:
Tanja Pommerening
Berichte zur Wissenschaftsgeschichte 30 (2007): Rezension ländischen Schrifttum die älteste bekannte Schilderung einer plastischen Operation. Dem Erstdruck liegt die Breslauer Handschrift (1519) zugrunde; am Würzburger medizinhistorischen Institut ist eine kritische Ausgabe nach sämtlichen Textzeugen in Arbeit. Claudia Richter, die sich in ihrer Studie noch auf die Editio princeps stützt, gestaltet ihre Belegstellenangaben gleichwohl gemäß der Gliederung und Kapitelzählung einer im Zusammenhang mit der Neuedition vorgeschlagenen Einteilung von Johannes Gottfried Mayer (Würzburg). Das dadurch erschwerte Auffinden der Zitate in der vorerst allein verfügbaren Edition gleicht sie durch eine Kapitelkonkordanz (S. 413–416) aus. Richters Anliegen ist es, das in den Rezepten der Wündärznei dokumentierte pharmakognostische Wissen im Detail zu untersuchen. Sie stellt es einerseits in den historischen Kontext spätmittelalterlicher Krankheitslehren, andererseits dem modernen pharmakologischen und pharmakobotanischen Wissen gegenüber; damit soll versucht werden,„einen weiten Bogen zwischen dem Erfahrungsschatz des Wundarztes, dem zugrundeliegenden Wissen der Viersäftelehre und unserem modernen Forschungsstand zu spannen “(S. 18). Dazu eigne sich die Literaturgattung der Wundarznei im besonderen, da sie Rezepte überliefere, die man in der medizinischen Normalpraxis des späten Mittelalters tatsächlich angewandt habe. In diesem Zusammenhang sei zunächst auf Pfalzpaints Art der Quellenverwertung hingewiesen: identifizierbar sind „Versatzstücke älterer Herkunft “aus dem Circa instans, dem Antidotarium Nicolai und der, Roger-Chirurgie ‘, die in der Wündärznei nicht als Zitate gekennzeichnet sind; und Richter hat im Textvergleich derjenigen Kapitel, die Pfalzpaint der Wundarztney seines Lehrmeisters Hans von Beris entnommen hat, zeigen können, daß „kein einziges Rezept mit gleichlautender Zusammensetzung wiedergegeben “wird (S. 19). Pfalzpaint selbst verweise „sogar darauf, daß er seine eigene Erfahrung nutzen will, um die übernommenen Heilmittel in ihrer Wirkung zu verbessern “(S. 19). Diese Erfahrungen konnte er im Dreizehnjährigen Krieg (1454–1467) des Deutschen Ordens gegen den Preußischen Bund und den König von Polen als chirurgischer Praktiker sammeln; unter anderem auf der Marienburg hat er, wie er selbst schreibt, drei-oder viertausend Menschen behandelt, die Verletzungen aller Art, so auch Stich-und Schußwunden aufwiesen. Sein Handbuch kann demnach für den spätmittelalterlichen Leistungsstand auf chirurgisch-wundarzneilichem Gebiet als durchaus repräsentativ gelten.