Metall/Metall—eine neue (alte) Gleitpaarung künstlicher Hüftgelenke in der klinischen Bewährungsprobe
Metall/Metall—eine neue (alte) Gleitpaarung künstlicher Hüftgelenke in der klinischen Bewährungsprobe
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Metall/Metall—eine neue (alte) Gleitpaarung künstlicher Hüftgelenke in der klinischen Bewährungsprobe
DOI:
10.1007/s00132-003-0540-0
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发表时间:
2004
期刊:
影响因子:
--
通讯作者:
K. Büttner
中科院分区:
文献类型:
--
作者:
N. Jessen;A. Nickel;K. Schikora;K. Büttner
ZusammenfassungDie Abriebprobleme bisher in der Hüftendoprothetik verwandter Standardgleitpaarungen mit Polyethylenpfanneneinsatz führten zur verstärkten Hinwendung zu harten Artikulationspartnern. Basierend auf eigenen guten Erfahrungen mit dem zementfreien Zweymüller-Alloclassic-System haben wir vom Oktober 1993 bis zum November 1994 an 100 Hüftgelenken dieses System mit der Metall-Metall-Gleitpaarung METASUL® versehen. Zur zeitnahen Erfassung möglicher METASUL®-spezifischer Reaktionen erfolgten eine gezielte Befragung sowie klinische und radiologische Befunderhebung als bisher mittelfristige Verlaufsstudie präoperativ, 1/2 Jahr postoperativ, weiterhin jährlich bis zum 5. postoperativen Jahr und zum 7. postoperativen Jahr.Im Rahmen unserer Verlaufskontrollen konnten bisher fast ausschließlich sehr gute und gute klinische Ergebnisse mit postoperativen Harris-Hip-Scorewerten von durchschnittlich stets >90 (präoperativ 47,8) Punkten registriert werden, was durch einen hohen Grad der subjektiven Zufriedenheit untermauert wird. In keinem Fall zwang bisher eine aseptische Lockerung zur Revision. Anlässlich zweier Revisionen aus anderen Ursachen (Inlaywechsel, tiefe Infektion) wurden makroskopisch und histologisch [lichtmikroskopisch, „inductively coupled plasma mass spectrometry“ (ICP MS)] keine dem METASUL® geschuldeten nachteiligen Phänomene im umgebenden Gewebe gefunden.Im Rahmen der verfolgten periprothetischen ossären Formationsprozesse traten spezifisch mit der speziellen Gleitpaarung in Verbindung zu bringende radiologische Stigmata nicht auf. Anhaltspunkte für auf Chrom- oder Kobaltionen zurückzuführende systemische organische Reaktionen ergaben sich ebenfalls nicht. Somit hat diese neuartige Metall-Metall-Gleitpaarung mit wesentlich verbesserten tribologischen In-vitro-Eigenschaften in Verbindung mit einem bewährten Hüft-TEP-System die in sie gesetzten Hoffnungen klinisch mittelfristig erfüllt.Unter dem Aspekt des geringeren Verschleißes ist unserer Ansicht nach aus den klinischen Ergebnissen heraus die Anwendung auch beim jüngeren Koxarthrosepatienten gerechtfertigt. Weitere noch offene Fragen, speziell die Kardinalfrage nach der erwarteten längeren Standzeit, müssen durch die Fortführung der postoperativen Verlaufsbeobachtung beantwortet werden.AbstractThe problems of wear debris of bearing systems containing polyethylene used in hip arthroplasty have led to an increased trend to hard on hard bearing surfaces. Based on our own good experiences with the cementless Zweymüller-Alloclassic system, we implanted the same system with metal-on-metal bearing surfaces (Metasul) in 100 cases between October 1993 and November 1994. In order to record potential side effects, specific questioning and a clinical and radiological survey were carried out before surgery and in regular intervals thereafter.Up to date almost all of the patients have had good and excellent results with an average of more than 90 points in the Harris hip score (47.8 before surgery). There were no cases of revision surgery as a result of aseptic loosening. Two revisions were performed for other reasons (change of the insert, deep infection). No disadvantageous phenomena related to Metasul in the surrounding tissue were found on macroscopic and histologic investigation. The radiological examination did not show any specific signs pertaining to the use of a metal-on-metal bearing system. We also have no grounds to suppose that there are systemic reactions due to chromium or cobalt ions.Up to now, the new metal-on-metal bearing system in connection with a proven hip arthroplasty system has lived up to clinical expectations. With regard to less wear debris, it is justified to implant it in younger patients as well. Other open questions, in particular the possibly improved long-term results, have to be answered by continuation of the study.