Naturphilosophische Konzepte der Medizin aus der Zeit der deutschen Romantik
Naturphilosophische Konzepte der Medizin aus der Zeit der deutschen Romantik
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德国浪漫主义时代医学的自然哲学观
DOI:
10.1007/978-3-476-04397-9_18
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发表时间:
1978
期刊:
影响因子:
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通讯作者:
K. Rothschuh
中科院分区:
文献类型:
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作者:
K. Rothschuh
Es hat sich in der Medizingeschichtsschreibung eingeburgert, die Zeitspanne zwischen etwa 1797 und etwa 1830 als das Zeitalter der “romantischen Medizin” zu bezeichnen. Sie ist gleichzeitig jene Zeit, in der die Naturphilosophie des jungen Friedrich Wilhelm Schelling (1776–1854) die Theorienbildung in der Medizin weitgehend beherrschte. Ich habe den Eindruck, das sich der Geist der Romantik, wie er sich in Literatur und Kunst und in bestimmten Geisteswissenschaften der Zeit ausspricht, weniger bei Schelling, als bei anderen Mannern der Zeit auffinden last. Mit seinem vermessenen Vorhaben, die Identitat von Natur und Geist als ein kosmisches Werden, als Gesetzlichkeit eines dynamischen Prozesses auf allen Ebenen der Natur nachzuweisen, erscheint mir Schelling eher noch ganz befangen in der intellektuellen Zuversicht der Aufklarungszeit, wie Knittermeyer (137)m. E richtig urteilt.1 Gewis lebte Schelling im Zeitalter der literarischen Romantik, sicher verkehrte er mit den bekannten Vertretern der Fruhromantik in Jena, also mit den Gebrudern Schlegel, gelegentlich mit Novalis, Tieck, Achim von Arnim, aber auch mit Goethe, Ritter und Herder. Aber Schellings Versuch, mit den Mitteln des konstruierenden Verstandes die Gesamtheit der Naturerscheinungen auf wenige Vernunftprinzipien und deren Konsequenzen zu reduzieren, fand auch im Jenaer Kreis keine solche Resonanz, wie bei jenen Arzten, von denen gleich die Rede sein wird. Friedrich Schlegel fand keinen Zugang zum geistigen Hohenflug Schellings, Novalis hatte Zweifel an der bildenden Kraft des Schellingschen Intellekts, und Schelling wieder betrachtete die Ideen von Novalis als Frivolitat,2 der ihm zu leichtfertig dichterisch mit dem erfahrbar Einzelnen umging.