Wie ist Globalisierung möglich? Zur Entstehung globaler Vergleichshorizonte am Beispiel von Wissenschaft und Sport
Wie ist Globalisierung möglich? Zur Entstehung globaler Vergleichshorizonte am Beispiel von Wissenschaft und Sport
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是不是全球性的运动?
DOI:
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发表时间:
2011
期刊:
影响因子:
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通讯作者:
Tobias Werron
中科院分区:
文献类型:
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作者:
B. Heintz;Tobias Werron
ZusammenfassungDer Aufsatz geht von der Prämisse aus, dass Globalisierung ein unwahrscheinliches Phänomen ist und fragt, unter welchen historischen Konstellationen diese Unwahrscheinlichkeitsschwelle dennoch überwunden werden konnte. Der Erklärungsgegenstand ist nicht faktische Globalisierung im Sinne einer räumlich verstandenen weltweiten Ausdehnung, sondern die Formation potenziell globaler Vergleichszusammenhänge. Wir beantworten diese Frage am Beispiel von (Natur-)Wissenschaft und Sport. Dazu stellen wir in Abschn. 2 ein allgemeines Erklärungsmodell vor, das sich auf die Entstehungsbedingungen von Globalisierungsdynamiken bezieht. Ausgehend von der Unterscheidung zwischen einer Vernetzungs- und einer Beschreibungsdimension von Globalisierung rückt dieses Modell die Bedeutung öffentlicher Vergleichsdiskurse in den Vordergrund. In Abschn. 3 wenden wir das Erklärungsmodell auf die beiden Fallbeispiele an und zeigen, dass und weshalb der Schwerpunkt der Entstehung potenziell globaler Vergleichszusammenhänge in beiden Feldern im späten 19. Jahrhundert lag. In Abschn. 4 formulieren wir einige Vermutungen darüber, inwieweit sich das Modell auch auf andere Felder übertragen lässt und welches Licht es auf faktische globale Expansionsprozesse wirft.AbstractThe article conceives of globalization as a highly improbable phenomenon. In contrast to the mainstream of the globalization literature, we ask under which conditions the globalization of societal fields can potentially become an empirical reality. We proceed in three steps: The second part presents an explanatory model that identifies the conditions under which global horizons of comparison may emerge. Our model is predicated on the assumption that the globalization of societal fields is enabled not only by relational linkages (“ties”) but by public comparative discourses (“cultural linkages”) too. In the third part, we apply this model on the development of modern science and competitive sports, proving the explanatory power of our model and showing that in both cases global horizons of comparison first consolidated in the late 19th century. The final part concludes with reflections on commonalities and differences between the two cases, on the applicability of the model to other social fields (e.g, economy) and on its implications for the analysis of globalization processes.