Geständnis gegen Beziehung
Geständnis gegen Beziehung
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DOI:
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发表时间:
2007
期刊:
影响因子:
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通讯作者:
N. Schröer
中科院分区:
文献类型:
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作者:
N. Schröer
In den begleitenden theoretischen Diskursen zur Gestandnismotivierung eines Beschuldigten haben die dem Vernehmer auferlegten Konsequenzen der Strafrechtsreformen nach 1780 fur die Motivierungsarbeit bislang kaum die gebuhrende Beachtung gefunden. Der Zwang, den Beschuldigten nun mit kommunikativen Mitteln in situativen Aushandlungsprozessen motivieren zu mussen, die Erfordernis, diesen Aushandlungsprozess in einem strukturellen Sinne als Erziehungsprozess, als Fuhrung des Beschuldigten zu seinem vermeintlich besten, dem Gestandnis, zu gestalten, wurde nur in Ansatzen und insgesamt recht vorsichtig aufgegriffen. Die Gestaltung einer edukativen Vernehmungssituation galt lange Zeit gar als gefahrlich und verpont. Erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts1 und verstarkt nach 1945 und dann um 1964 in Zusammenhang mit der letzten einschneidenden Strafrechtsreform gewann die kommunikative Dimension des Vernehmungsgeschehens im kriminalistischen Diskurs an Bedeutung. Ihre Thematisierung blieb aber halbherzig: Die Anleitungsliteratur sparte zwar nicht mit Empfehlungen zu vertrauensbildenden Masnahmen, mit denen man die Kooperativitat des Beschuldigten gewinnen konne. Und seit den 70er Jahren gewinnt auch die dialogische Gestaltung von Vernehmungen in den Besprechungen zunehmend an Bedeutung. Die kommunikativ edukative Beziehungsarbeit blieb aber in ihrem Kern, dem wechselseitigen personalen sich Einlassen von Vernehmer und Beschuldigtem, unbesprochen.2