Karl Ernst von Baer (1792–1876)
Karl Ernst von Baer (1792–1876)
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卡尔·恩斯特·冯·贝尔 (1792–1876)
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通讯作者:
E. Ebstein.
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作者:
E. Ebstein.
Am 17. Februar, alten, dem 28. Februar, neuen Stils, 1792, wurde dem estlandischen Edelmann Magnus von Baer auf seinem Gute Piep in der kinderreichen Ehe mit seiner leiblichen Cousine der dritte Sohn Karl Ernst geboren. Bis zum achten Jahr genos er die Erziehung auf dem Lande, dann lernte er zu Hause lesen und schreiben. Besonders fruh zeigte er auffallend starke Begabung fur Mathematik. 1807 kam er auf die Ritterund Domschule in Reval, wo er sich in den alten Sprachen vervollkommnete, so das er zeitlebens ein gediegener Kenner des klassischen Altertums war. Dafur zeugt seine Schrift (1873) uber den Schauplatz der Fahrten des Odysseus. Auf der Dorpater Universitat (1810–1814) zeigte es sich, das die praktische Seite der Medizin seiner inneren Organisation nicht entsprach. Ebenso machte er auf einer Studienreise in Wien die gleiche Erfahrung. Ein glucklicher Zufall fuhrte Baer im Herbste 1815 zu dem vergleichenden Anatomen Dollinger, bei dem gerade JohannLucasSchonlein seine Doktorarbeit zu Ende gefuhrt hatte. Es war die Zeit, als Dollinger mit Pander die Untersuchungen uber die Entwicklung des Huhnchens im Ei zu bearbeiten anfingen. Es wurden so zahlreiche Brutversuche angestellt, das auf dem Wurzburger Markt der Preis der Huhnereier bedeutend stieg und die ganze Bevolkerung das neue Beginnen mit regstem Anteil verfolgte. Panders zweite Schrift von 1819 gab Baer den Sporn zu seinen eigenen entwicklungsgeschichtlichen Untersuchungen. Inzwischen war Baer von Burdach als Prosektor nach Konigsberg gerufen, wo er 17 Jahre(1817–1834) blieb, seit 1822 zum ord. Professor der Zoologie und spater auch der Anatomie ernannt. Diese Konigsberger Zeit bildet den Glanzpunkt seiner Forschungen. Denn im Mai 1827 gelang es Baer, das reife Eierstockei aus dem Graafschen Follikel einer Hundin unter dem Mikroskop zu erblicken. Den Eindruck, den dieser Fund auf ihn machte, hat er geradezu dramatisch in seiner Selbstbiographie (St. Petersburg 1865) zur Darstellung gebracht. Von seinem Petersburger Aufenthalt, der ihn auf den Gebieten der Anthropologie, Ethnologie, Zoologie und Geographie als bahnbrechenden Meister zeigte und ihm den Namen des russischen Humboldt verschaffte, hat Baer uns nur wenig erzahlt. Diese Lucke hat spater Ludwig S tie da in einer biographischen Skizze uber seinen Lehrer (Braunschweig 1878) ausgefullt. Nach der am 29. August 1864 unter groser Teilnahme des In- und Auslandes begangenen Feier seines 50jahrigen Doktorjubilaums loste Baer allmahlich seine Beziehungen zur Petersburger Akademie und siedelte 1867 nach Dorpat uber, wo er, bis zum Ende geistesfrisch, am 16./28. November 1876 starb. — Was v. Baer von Humboldt sagte, findet auch auf ihn selbst Anwendung: „Es sind haufig ganze Stromungen wissenschaftlicher Forschung, durch die der Geschiedene immer noch fortwirkt und Mancher folgt der Stromung, ohne zu ahnen, wer zuerst die Schleusen eroffnet hat.“