Zelluläre Defekte und Regulationsstörungen bei der Heilung osteoporotischer Frakturen
Zelluläre Defekte und Regulationsstörungen bei der Heilung osteoporotischer Frakturen
复制标题
骨质疏松性骨折愈合中的细胞缺陷和调节障碍
DOI:
10.1055/s-0037-1619975
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发表时间:
2011
期刊:
影响因子:
0.2
通讯作者:
Ignatius A
中科院分区:
文献类型:
--
作者:
Jakob F;Benisch P;Ebert R;Seefried L;Schieker M;Ignatius A
Osteoporose besteht in einer gestörten Adaptation des Knochens an mechanische Anforderungen des Alltags und resultiert im Auftreten von Fragilitätsfrakturen vorwiegend der Wirbelkörper, des Femur, des Radius und des Humerus. Über lange Zeit wurde diskutiert, ob die Frakturheilung bei Osteoporose überhaupt gestört ist, vor allem wegen der Schwierigkeit, geeignete Messparameter für den Ablauf der Frakturheilung zu finden. In den vergangenen Jahren ist auf der Basis präklinischer und klinischer Daten ein Konsensus dahingehend wahrzunehmen, dass bei Osteoporose die Frakturheilung verzögert abläuft und dass nach operativer Versorgung das Implantatversagen gehäuft auftritt. Molekulare Ursachen für diese gestörte Frakturheilung sind bislang nicht in extenso untersucht. Arbeitshypothesen leiten sich aus den modifizierbaren und nicht modifizierbaren Risikofaktoren für die Osteoporose ab und betreffen somit hauptsächlich den Mangel an Sexualhormonen, das Alter, die Immobilisation und die gestörte Mechanotransduktion, sowie den genetischen Hintergrund der Osteoporose. Erste präliminäre Daten aus mesenchymalen Stammzellen im höheren Alter und bei Osteoporose weisen darauf hin, dass die gestörte Regeneration und Knochenheilung eine Folge der verminderten Anzahl an kolonieformenden Stammzellen ist, deren Funktion im Sinne der Migration und Rekrutierung gestört ist, deren Mechanosensitivität vermindert ist und die frühzeitig autoinhibitorische Proteine exprimieren und in die Seneszenz eintreten. Viele Hinweise konzentrieren sich auf den wnt/frz- Signalweg und dessen Hemmproteine wie “secreted frizzled related proteins” SFRP und Sclerostin. Die Erforschung der Frakturheilung in monogenetischen Osteoporosemodellen und in menschlichen Zellen mit Regenerationspotential wird sicher spezifische Defekte aufdecken, die es erlauben, gezielte Interventionsstudien zur Verbesserung der Frakturheilung bei Osteoporose präklinisch und klinisch durchzuführen.