Die Geschichte der Diphtherie. Mit besonderer Berücksichtigung der Immunitätslehre
Die Geschichte der Diphtherie. Mit besonderer Berücksichtigung der Immunitätslehre
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白喉病史。
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通讯作者:
E. Behring
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作者:
E. Behring
Behring, Die Geschichte der Diphtherie. Mit besonderer Berücksichtigung der Immunitätsiehre. 208 Seiten 8 0. Leipzig, Georg Thieme, 1893. Ref. Carl Günther. Offener Brief an die Herren Blache und P. Quersant, von P. Bretonneau, 1855 (12 Seiten). In diesem Briefe zieht Bretonneau, der berühmte Begründer des Begriffes ,,Diplitherie" als ütiologischer Einheit, aus der älteren Litteratur den Schluss, dass die Diphtherie , eine uralte contagiöse Krankheit, ursprünglich aus Aegypten zu uns gekommen ist. Die zu Bretonneau 's Zeit noch vielfach bezweifelte Contagiositat der Krankheit wird energisch vertreten. Historisch-kritische Uebersicht über die epidemiologischen, klinischen und pathologisch-anatomischen B e ob a ch tun g e n (42 Seiten). ,,Die vielgestaltigen Krankheitsformen, welche beim Menschen durch die Invasion der Diphtheriebacillen erzeugt werden können, sind als zusammengehörig erkannt und auf eine einzige Art der Infection zurückgeführt worden durch Bretonneau aus Tours 1821." Im Zusammenhange wurden B r e t o n n e au 's darauf bezüglichc Schriften 1826 veröffentlicht als ,,Traité de la diphthérite". Das Buch, welches noch heute von Anfang bis zu Ende actuelle Bedeutung hat, geht mit unbegründeten Hypothesen und Speculationen mitleidlos um, so z. B. mit der Bodentheorie des zu Anfang des 17. Jahrhunderts lebenden italicnischen Arztes Franciscus Nola. Ebenso scheut sich Bretonneau nicht vor medicinischen Autoritäten, die durch das Gewicht ihres Namens die anderen Aerzte auf falsche Wege locken. Dies ist z. B. der Fall mit dem schottischen Arzte Home, welcher im Jahre 1765 sich die Aufgabe gestellt hatte, zu zeigen, dass der Croup mit der Rachendiphtherie nichts zu thun habe, und dem diese Aufgabe auch insofern völlig gelungen war, als seine Ansicht bis zu Bretonneau's Auftreten völlig herrschend blieb. Die Beobachtungsgabe und das TJrtheil B r e t o n n e a u 's sind staunenswerth. So z. B. erkannte er bereits, dass die scarlatinöse Angina (die sog. Scharlachdiphtheritis) von der diphtherischen Angina abzutrennen sei, dass sie mit der Diphtherie nichts zu thun habe. Die bacteriologischen Untersuchungen von Loe ff1 e r und anderen haben dies bekanntlich vollauf bestätigt. HI. Die Geschichte der ätiologischen Untersuchungen (44 Seiten). Oertel war (1871) derjenige Autor, welcher zuerst nicht bloss richtige specifiseh-diphtherische Entzündungen bei Thieren (durch Uebertragung des Krankheitsmaterials von Menschen auf Kaninchen und Tauben und durch Weiterübertragung von Thier zu Thier) willkürlich erzeugte, sondern auch in beweiskräftiger Form daraus die Contagiosität der Diphtherie ableitete. Der nächste grosse Fortschritt in der Erforschung der Aetiologie ist dann Looffler zu danken, welcher in seinem Diphtheriebacillus (1884) uns den alleinigen specifischen Erreger der Krankheit kennen lehrte. Loeffler wies auch nach, dass die bei Kälbern und bei Tauben spontan vorkommenden diphtherieähnlichen Infectionskrankheiten parasitologisch ganz verschieden sind von der Diphtherie des Menschen. Eine weitere epochemachende Entdeckung enthält die im December 1888 erschienene Arbeit von Roux und Yersin, in welcher zuerst die Beschreibung der Gewinnung des Diphtheriegiftes enthalten ist. Hiermit beginnt eine neue Aera in der Lehre von den Infectionskrankheiten, welche durch die Auffassung der infectiösen Krankheitsprocesse als Reactionen auf clic Giftwirkung belebter Organismen charakterisirt wird. Ueber die Natur, die chemische Zugehörigkeit des Diphtheriegiftes wissen wir heute ebenso wenig, wie über die entsprechenden Verhältnisse bei anderen Bacteriengiften. Sehr bald jedoch hat sich herausgestellt, dass die Wirkungen des Diphtheriegiftes ebenso wie anderer Bacteriengifte specifische sind. Die Specifität äussert sich in zwei Richtungen: erstens sind die localen sowohl wie allgemeinen Effecte der Intoxication mil Diphtheriegift verschieden von den Effecten anderer Bacteriengifte, und zweitens wirkt das Gift nur auf besondere Thierspecies, während andere Species unempfänglich sind. Die Erkennung dieser Specifität der Bacteriengifte ist ein Ereigniss in der Lehre von den Infeetionskrankheiten, welches man in seiner Bedeutung der Erkennung der Specifität der lebenden Krankheitserreger an die Seite stellen kann.