Zur Interdependenz von kollektivem Gedächtnis und Erinnerungspraxis. Kultursoziologie aus biographietheoretischer Perspektive
Zur Interdependenz von kollektivem Gedächtnis und Erinnerungspraxis. Kultursoziologie aus biographietheoretischer Perspektive
复制标题
文化社会学与传记理论视角之间的相互依存。
DOI:
--
复制
发表时间:
2010
期刊:
影响因子:
--
通讯作者:
Gabriele Rosenthal
中科院分区:
文献类型:
--
作者:
Gabriele Rosenthal
Der folgende Beitrag diskutiert einen sozialkonstruktivistischen und biographietheoretischen Zugang zur Kultursoziologie, dem eine Konzeption des Erinnerns als kultureller Praxis zugrunde liegt. Er zeigt auf, dass und wie die Praxis des Erinnerns in unterschiedlichen historischen und institutionellen Kontexten die kollektiven Gedachtnisse verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen zwar stets neu hervorbringt, jedoch ebenso stets in Wechselwirkung mit der erlebten Vergangenheit der sich erinnernden und daruber kommunizierenden Menschen und mit den uber die Generationen hinweg etablierten und internalisierten kollektiven Wissensbestanden steht. Diese Praxis ist je nach historisch-kulturellem Kontext unterschiedlichen sozialen Regeln des Erinnerns unterworfen, die sich wiederum uber die Generationen hinweg verfestigen und wandeln. Sie zeigt also die Spuren von Regeln des Erinnerns, die fruher bzw. in anderen sozialen und situativen Kontexten wirksam waren, gleichzeitig aber auch Spuren jener Regeln, die in der aktuellen interaktiven Erinnerungspraxis zur Geltung kommen.