Ein einfacher Zugang zu einwertigen Gallium‐Salzen mit schwach koordinierenden Anionen
Ein einfacher Zugang zu einwertigen Gallium‐Salzen mit schwach koordinierenden Anionen
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镓-萨尔森与阴离子的组合
DOI:
10.1002/ange.201000156
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发表时间:
2010
影响因子:
--
通讯作者:
I. Krossing
中科院分区:
文献类型:
--
作者:
John M. Slattery;Alexander Higelin;T. Bayer;I. Krossing
In den letzten Jahren ist die Chemie niedervalenter p-Block-Elemente in den Blickpunkt des Interesses gerückt. Viele der neu synthetisierten Verbindungen haben etablierte Bindungstheorien infrage gestellt und zu erheblichen Diskussionen in der Literatur geführt. Echte Gallium (I)-Halogenide (GaX, X= Halogenid) sind thermodynamisch instabil bezüglich der Disproportionierung unter Bildung von Galliummetall und GaX3. Allerdings gelingt es in einem aufwändigen Verfahren, Donor-stabilisierte GaX-Lösungen durch Cokondensation eines bei ca. 10008C gebildeten GaX-Dampfs mit geeigneten (Donor-) Lösungsmitteln (Mischungen) herzustellen. Dieses elegante Verfahren wurde ausgiebig von Schnöckel et al. untersucht [1] und hat zu bedeutenden Fortschritten in der Chemie niedervalenter und metalloider Galliumcluster geführt.[1–3] Einfacher zugängliche niedervalente Galliumhalogenide sind das gemischtvalente Ga2X4, das als Ga+[GaX4] À [4] vorliegt, und „GaI “, eine Verbindung von unklarer Zusammensetzung, die wahrscheinlich vorwiegend aus Ga+ 2 [Ga2I6] 2À besteht.[5] Diese Stoffe fungieren als Gallium (I)-Quellen, zB in den von Schmidbaur ausgiebig untersuchten Salzen [Ga (Aren) 2][GaX4](X= Cl, Br),[6] sie unterliegen aber häufig der Komproportionierung oder anderen Redoxreaktionen unter Bildung von höher oxidierten Galliumverbindungen (siehe Lit.[5] und dortige Zitate). Die Anwesenheit relativ stark koordinierender und chemisch reaktiver Halogallat-Gegenionen in diesen Verbindungen schränkt ihren präparativen Nutzen stark ein, da sie die Untersuchung der Koordinationschemie von Ga+ mit sehr schwachen Liganden ausschließt und offensichtlich auch die Komproportionierung nach Zugabe von herkömmlichen σ-Donor-Liganden begünstigt. Mischungen von niedervalenten Gallium-Triflaten sind durch Protonierung von Cp* Ga mit HOTf zugänglich und können auch als Quellen von niedervalentem Gallium verwendet werden.[7] Die selektive Steuerung dieser Reaktionen zur gezielten Bildung von Produkten ist jedoch schwierig, da unterschiedliche Gallium-Spezies in den Mischungen vorliegen.Jüngst vermeldeten Fischer und Mitarbeiter die Synthese von [Ga2Cp*]+[B (ArF) 4] À, einem definierten Startmaterial für die Gallium (I)-Chemie.[8, 9] Mit diesem Salz konnte Ga+ auf Pt und Re übertragen werden und zB der Komplex [Pt (Ga)(GaCp*) 4]+[B (ArF) 4] À gebildet werden.[10, 11] Jedoch ist die mehrstufige Synthese von [Ga2Cp*]+[B (ArF) 4] À nicht trivial, und die Atomausbeute ist alles andere als optimal, da für jedes übertragene Ga+ ein Molekül Cp* Ga freigesetzt wird, das außerdem noch störend wirken kann. Hier beschreiben wir die einfache und effektive Synthese von Ga+-Salzen schwach koordinierender perfluorierter Alkoxyaluminat-Anionen (WCAs). Diese Salze versprechen wohldefinierte Ausgangsmaterialien für die Gallium (I)-Chemie zu sein, frei von reaktiven und koordinierenden Gegenionen. Wir zeigen die Anwendung dieser Salze als Quellen von Ga+ durch die Synthese des ersten homoleptischen Gallium (I)-Phosphan-Komplexes, eines Produkts, das wegen des Auftretens von Komproportionierungen nicht aus gemischtvalenten Halogeniden zugänglich ist.[12a] Da Salzmetathesereaktionen uns nicht zu unserem Ziel, der Synthese von Ga+[WCA] À-Salzen, führten (z. B. ergab die Reaktion mit Greens „GaI “Mischungen verschiedener Produkte), wählten wir eine alternative Syntheseroute, die Oxidation von elementarem Gallium durch Ag+[Gl.(1)].