Anatomische beiträge zur lehre von der pickschen umschriebenen gro\hirnrinden-atrophie („picksche krankheit“)
Anatomische beiträge zur lehre von der pickschen umschriebenen gro\hirnrinden-atrophie („picksche krankheit“)
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Anatomische beiträge zur lehre von der pickschen umschriebenen grohirnrinden-atropie („picksche krankheit“)
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发表时间:
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期刊:
影响因子:
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通讯作者:
H. Spatz
中科院分区:
文献类型:
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作者:
K. Onari;H. Spatz
Innerhalb der im Dienste der Psychiatrie stehenden pathologischen Anatomie gibt es zwei Forschungsrichtungen. Die eine verfolgt Sitz und Ausbreitung, die andere die Art der krankhaften Veranderungen. Den verschiedenen Zielen dienen zum Teil auch verschiedene Methoden. Die „lokalisatorische“ Forschungsrichtung erstrebt mittels der Methoden der Faseranatomie, der Cyto- und Myeloarchitektonik an grosen Ubersichtspraparaten eine moglichst genaue Festlegung der Ausbreitung des Prozesses um die klinischen Symptome damit in Beziehung zu setzen. Die „histopathologische“ Forschungsrichtung sucht durch Anwendung zahlreicher Elektivmethoden an verschieden fixierten kleinen Hirnstuckchen einen Einblick zu erhalten in das eigentliche Wesen der Krankheit, um durch eine Analyse samtlicher im Zentralorgan vorkommender Strukturbestandteile die charakteristischen Merkmale zu finden, durch welche sich verschiedene Krankheitsprozesse vom anatomischen Standpunkt aus voneinander abgrenzen lassen und um durch die Aneinanderreihung verschiedener Stadien die jeweilige Entstehung der gestaltlichen Abanderungen, ihre Pathogenese, zu ergrunden. Einst standen diese beiden Forschungsrichtungen in einem gewissen Gegensatz zueinander. Auf dem Boden der klinischen Schule Kraepelins hatte Nissl die „histopathologische” Richtung begrundet. Die lokalisatorische Richtung fand dagegen ihre bedeutendsten Vertreter im Lager Wernickes. Heute wird wohl niemand eine der beiden Richtungen fur die allein richtige ansehen wollen. Das Auseinandergehen war aus taktischen Grunden, aus Grunden der Arbeitsteilung, in einer fruheren Phase der Entwicklung unseres Spezialfaches berechtigt, heute fuhren die beiden Wege wieder aufeinander zu. In der Wirklichkeit sind ja Art und Ausbreitung eines Krankheitsprozesses aufs engste miteinander verknupft und voneinander abhangig. Wenn wir uns grundsatzlich auf die Betrachtung der Ausbreitung oder der Art allein beschranken wollen, sehen wir nur eine Seite — und auch diese nicht richtig. Einerseits ist namlich auch zur Erkennung des Wesens eines Krankheitsprozesses und zu seiner Abgrenzung gegenuber anderen Vorgangen die Erforschung der mit der besonderen Art oft gesetzmasig verknupften Ausbreitung zu berucksichtigen1), andererseits ist eine Erklarung der Symptome letzten Endes nicht moglich ohne Einblick in die Pathogenese, welche uns uber Dauer und Tempo des Prozesses Auskunft gibt. Das bei den diffusen Hirnerkrankungen Art und Ausbreitung der Veranderungen offenbar fur das Erscheinungsbild bestimmend sind, wird wohl allgemein angenommen; Kraepelin hat diese Ansicht schon lange vertreten. Bei den herdformigen Veranderungen ist dies, wie wir glauben, nicht anders. Wohl hort man ofters die Meinung, es sei ganz gleichgultig, ob eine Blutung, eine Erweichung, ein Tumor oder eine Atrophie Herderscheinungen hervorrufe, der Sitz allein sei masgebend fur die Art der Symptome und die Bestimmung der Qualitat sei hier nebensachlich. Diese Meinung ist sicher irrig; zahlreiche Erfahrungen lassen sich dagegen anfuhren. Auch an unserem Beispiel, der umschriebenen Groshirnrindenatrophie Picks, last sich zeigen, das bei einer herdformigen oder vorwiegend herdformigen Erkrankung sehr wohl neben der lokalisatorischen auch die histopathologische Forschungsrichtung uns weiter fuhrt; sie ist auch fur die Beurteilung der Symptome sicher nicht gleichgultig.