Kontinuität oder Pfadwechsel? Das deutsche Produktionsmodell am Scheideweg
Kontinuität oder Pfadwechsel? Das deutsche Produktionsmodell am Scheideweg
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Kontinuität oder Pfadwechsel? Das deutsche Produktionsmodell am Scheideweg
DOI:
10.1007/978-3-322-93287-7_4
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发表时间:
1998
期刊:
影响因子:
--
通讯作者:
M. Schumann
中科院分区:
文献类型:
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作者:
H. Kern;M. Schumann
Bis vor wenigen Jahren hatten viele Beobachter der Feststellung zugestimmt, das die Entwicklung der deutschen Wirtschaft einem charakteristischen eigenen Modell folge, welches gegenuber anderen Modellen — z.B. dem amerikanischen — betrachtliche komparative Starken aufweise. Je nach Perspektive ware das „deutsche Produktionsmodell“ dabei mit unterschiedlichen Begriffen belegt worden. Mit Blick auf den spezifischen Modus der betrieblichen Rationalisierung — die Verwertung qualifizierter Arbeitskraft in „intelligenten“ Formen der Technik- und Organisationsgestaltung — hatte man z.B. von den „neuen Produktionskonzepten“ sprechen konnen (vgl. Kern/ Schumann 1984). Unter Bezugnahme auf die modelltypischen Wettbewerbsstrategien — die Schwerpunktbildung in der Erzeugung und Vermarktung kundenorientierter Qualitatsprodukte — ware eher der Begriff der „diversifi-zierten Qualitatsproduktion“ in Betracht gekommen (vgl. Streeck 1991). Unter anderen Gesichtspunkten — etwa den auf Konsensfindung ausgerichteten Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen oder den kompromisorientierten Ausgleichsmechanismen zwischen dem Staat und den interessenreprasentierenden Verbanden — hatten sich wiederum andere Charakterisierungen angeboten, z.B. die der „kooperativ-pragmatischen Interessenvertretung“ (Kotthoff 1981 und 1994) oder des „korporatistischen Wohlfahrtsstaats“ (Esping-Andersen 1990).