Subjektivitäten als (inter)diskursive Ereignisse
Subjektivitäten als (inter)diskursive Ereignisse
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主体性(间)话语存在
DOI:
10.1007/978-3-531-93108-1_4
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发表时间:
2012
期刊:
影响因子:
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通讯作者:
J. Link
中科院分区:
文献类型:
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作者:
J. Link
Wenn man auch die pauschale Frage, ob alle Diskurse allererst von Subjekten kreiert oder umgekehrt alle Subjekte allererst von Diskursen produziert werden, als falsche ‚Henneund- Ei‘-Alternative zuruckweisen mag, so sind dabei dennoch eine Reihe konkreter Fragen impliziert, die konkrete Antworten erfordern. Da ich im Folgenden systematische Argumentation mit Bezugen auf exemplarisches historisches Material verbinden mochte, beginne ich nochmals mit jenem meines Erachtens recht symptomatischen und nicht unbedeutenden diskursiven Ereignis innerhalb der Human- und Sozialwissenschaften im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts, das ich schon andernorts diskutiert habe (Link 2005): der Emergenz und Proliferation der Metapher vom „Aushandeln“. Als „Negotiating“ spielte diese Metapher etwa in der massenmedialen Rezeptionstheorie der Cultural Studies seit Stuart Hall eine entscheidende Rolle (neben „negotiating“ erscheint auch „bargaining“). Als Hall bei der Rezeption etwa von Fernsehsendungen die drei moglichen Positionen „dominant“, „oppositional“ und „negotiated“ unterschied (Fiske 1998: 121), dachte er die „Verhandlung“ noch ganz in einem marxistischen Rahmen, also als strukturelle Interferenz zwischen den verschiedenen Ideologien der Fernsehproduzenten und etwa eines rezipierenden Arbeitermilieus. Im weiteren Verlauf, etwa bei John Fiske, wurde die Metapher dann aber mehr und mehr interpersonal- interaktionistisch umgedeutet: „The typical reading of television ist probably (…) a negotiated one.“ (ebd.: 126) Und zwar seien die konkret „ausgehandelten“ Bedeutungen klassenunabhangig verteilt (ebd.: 128).