Zwischen „Weltklasse“ und „Nomaden wider Willen“ — Soziologische Beiträge zur Globalisierung des Managements
Zwischen „Weltklasse“ und „Nomaden wider Willen“ — Soziologische Beiträge zur Globalisierung des Managements
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Zwischen ``Weltklasse 和 Nomaden Wider Willen — Soziologische Beiträge zur Globalisierung des Managements
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发表时间:
2009
期刊:
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通讯作者:
Ursula Mense
中科院分区:
文献类型:
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作者:
Ursula Mense
die Gruppe der Manager lange Zeit kaum im Zentrum von (arbeits-, wirtschafts- oder organisations-)soziologischen Debatten stand, steht sie nun in der Folge von Finanz- und Wirtschaftskrise nicht nur in Medien und Offentlichkeit, sondern auch in der soziologischen Debatte ganz oben auf der Agenda. Auch das hier vorliegende Themenheft widmet sich einem managementsoziologischen Thema. Gefragt wird nach aktuellen Entwicklungen im Management im Kontext von Globalisierungsprozessen. In der Debatte um okonomische Globalisierung waren es allerdings zunachst die so genannten transnationalen Unternehmen, auf die sich die Forschung konzentrierte. Als „treibende Krafte“ wirtschaftlicher Globalisierung (Altvater/Mahnkopf 1997), als die zentralen Akteure in Prozessen weltwirtschaftlicher Vergesellschaftung (Zundorf 1999), als wichtige Eigenstrukturen von Weltgesellschaft (Stichweh 2001) und als organisatorischer ,Idealtyp‘ im Umgang mit hochst komplexen und global konstituierten Umwelt- und Wettbewerbsbedingungen (Bartlett/Ghoshal 1990) stehen transnationale Unternehmen im Zentrum unterschiedlicher theoretischer Ansatze in der Globalisierungsdebatte. Hier wird transnationalen Unternehmen als weltwirtschaftlichen Akteuren viel ,zugetraut‘ – Probleme, Widerspruche und vor allem auch ein mogliches Scheitern der Umsetzung von Transnationalisierungsstrategien blieben in diesen Makroperspektiven allerdings zunachst unterbelichtet. In jungerer Zeit hat es denn auch eine Reihe von kritischen Anfragen an die Bedingungen der Moglichkeit der Stabilisierung transnationaler Koordinations- und Organisationsformen gegeben (vgl. etwa die Beitrage in Mense-Petermann/Wagner 2006). Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit auch zunehmend auf die Manager transnationaler Unternehmen als zentralen Tragern von Transnationalisierung. Erste ,starke‘ Thesen zur Globalisierung des Managements stammen aus der amerikanischen Managementforschung. Hier wird der so genannte ,Globalmanager‘ als neuer, zur globalen Wirtschaft komplementarer Managertypus postuliert. Der ,Globalmanager‘ reprasentiert den Idealtypus des Managers von transnationalen Unternehmen, der fur die Anforderungen sich globalisierender und immer komplexerer Umwelten von global players bestens gerustet ist (Bartlett/Ghoshal 1990; Kanter 1996). „Die Entwicklung multidimensionaler Management-Perspektiven und -Fahigkeiten erlaubt ihnen, Chancen und Gefahren uberall in der Welt zu erkennen und auf Veranderungen rasch und angemessen zu reagieren.“ (Bartlett/Ghoshal 1990: 222; vgl. auch Bossard/Peterson 2005). Insofern spielt der ,Globalmanager‘ fur die transnationale Koordination von