Glinka, Holger: Zur Genese autonomer Moral. Eine Problemgeschichte des Verhältnisses von Naturrecht und Religion in der frühen Neuzeit und in der Aufklärung. Saracino, Stefano: Tyrannis und Tyrannenmord bei Machiavelli. Zur Genese einer antitraditionellen Auffassung politischer Gewalt, politischer O
Glinka, Holger: Zur Genese autonomer Moral. Eine Problemgeschichte des Verhältnisses von Naturrecht und Religion in der frühen Neuzeit und in der Aufklärung. Saracino, Stefano: Tyrannis und Tyrannenmord bei Machiavelli. Zur Genese einer antitraditionellen Auffassung politischer Gewalt, politischer O
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霍尔格·格林卡:Zur Genese 自治者道德。
DOI:
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发表时间:
2013
期刊:
影响因子:
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通讯作者:
Oliver Bach
中科院分区:
文献类型:
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作者:
Oliver Bach
Wenn jüngst gleich zwei ambitionierte Monographien zur Ideengeschichte der Moral, des Rechts und der Politik erscheinen konnten und beide den Begriff Genese titelgebend, und das heißt natürlich: thesenbildend einführen, dann vermag dies Irritationen auszulösen. Denn die Rede, damit aber immer auch die gehaltliche Behauptung von Entwicklungen wurden ihrer impliziten Teleologie wegen in den letzten Jahrzehnten vermehrt gescheut, wenn nicht gar verabschiedet. In der Tat hatten frühere Entwicklungsgeschichten als Erfolgsgeschichten bisweilen die Aufmerksamkeit für diejenigen historischen Entwicklungen vermissen lassen, die in Sackgassen mündeten, denen also kein Erfolg beschieden war. Der Umschlag ins andere Extrem jedoch, die apriorische Abolition des Entwicklungsgedankens und teleologischer Linienziehung, sollte sich schnell als ebenso schlechte Alternative herausstellen. Mit dem berechtigten kritischen Umgang mit telos ist weder eine noch naive Kontinuitätsbehauptung angezeigt noch eine schon rigorose Diskontinuitätsunterstellung. Lutz Danneberg hält zurecht fest, daß Denkgeschichten weder teleologisch noch a-teleologisch sinnvoll rekonstruierbar sind, wenn Kontinuität bzw. Diskontinuität entsprechend rigoros gesetzt werden. Diese Kritik, welche die traditionelle Erfolgsgeschichte und foucaultsche Diskontinuitätserzählungen gleichermaßen trifft, hat entsprechend zwei Grundgedanken: Zum einen unterschlägt ein allzu optimistischer Teleologismus nichts weniger als den Charakter der zeitgenössischen epistemischen Situation selbst – diese ist in der Tat prospektiv offen. Eine rigorose Diskontinuitätsbehauptung macht sich zum anderen durch das Übersehen der retrospektiven Geschlossenheit der epistemischen Si-