Töpfernde Hausfrauen, Vollerwerbstöpfer und Puppengeschirr formende Kinder? Soziale Dimensionen urgeschichtlicher Keramikherstellung
Töpfernde Hausfrauen, Vollerwerbstöpfer und Puppengeschirr formende Kinder? Soziale Dimensionen urgeschichtlicher Keramikherstellung
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Töpfernde Hausfrauen、Vollerwerbstöpfer 和 Puppengeschirr formende Kinder?
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发表时间:
2009
期刊:
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通讯作者:
Brigitte Röder
中科院分区:
文献类型:
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作者:
Brigitte Röder
Auch in uberwiegend typologisch und chronologisch ausgerichteten Keramikstudien werden Aspekte ›jenseits von Chronologie‹ behandelt. So werden Aussagen daruber gemacht, dass die betreffende Keramik von Frauen oder Mannern und im Rahmen einer Haushaltsproduktion oder im Handwerk hergestellt worden sei. Solche Aussagen stutzen sich weniger auf Forschungsergebnisse als auf einen breiten Konsens, demzufolge handaufgebaute Gefase von Frauen in den einzelnen Haushalten, scheibengedrehte Gefase hingegen von Mannern im Handwerk hergestellt worden seien; auch wird meist stillschweigend davon ausgegangen, dass die Kulturtechnik des Topferns von Erwachsenen an Erwachsene weitergegeben worden sei und Kinder hochstens ›Puppengeschirr‹ hergestellt hatten. Zwischen Formtechnik, Spezialisierungsgrad und dem Geschlecht der Produzenten/innen wird eine enge Korrelation gesehen. Diese wird zusatzlich mit einer evolutionistischen Perspektive verknupft, derzufolge generell erst ab der Bronzezeit mit nennenswerter handwerklicher Spezialisierung zu rechnen sei. Der Beitrag hinterfragt diese Sicht von der Organisation und Entwicklung der urgeschichtlichen Keramikproduktion und entwirft auf Basis archaologischer und ethno(archao)logischer Fallstudien Alternative Szenarien.