Demokratietheorieentwicklung im Kontext gesellschaftlicher Paradigmen
Demokratietheorieentwicklung im Kontext gesellschaftlicher Paradigmen
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关系范式中的民主理论
DOI:
10.15203/ozp.624.vol39iss1
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发表时间:
2010
影响因子:
0.9
通讯作者:
Marion Löffler
中科院分区:
文献类型:
--
作者:
Eva Kreisky;Marion Löffler
Demokratietheorien haben sich bisher kaum Fragen der Demokratieentwicklung gewidmet, sondern verfuhren vorwiegend formalistisch. Erst in jungeren Konzeptualisierungen wird gesellschaftlicher Ruckbau demokratischer Errungenschaften thematisiert, wobei sich gerade professionelle Politikwissenschaft auffallig zuruckhalt. In diesem Beitrag werden verschiedene Versuche theoretischer Erfassung von Mechanismen und Effekten der Entleerung von Demokratie, dadurch ausgeloste ideenhistorische Suchbewegungen und konzeptuelle Innovationen, nachgezeichnet, um an ihren Beispielen Wege und Bedingungen rezenter Theorieentwicklung zu erfassen. Die Analyse erfolgt entlang einer rekonzipierten Ideologiekritik. Der ideologiekritische Anspruch an Demokratietheorie ist es, demokratische Weiterentwicklung zu fordern und in diesem Sinne praktisch-ideologisch zu wirken. Im Zentrum der Analyse stehen drei kritische Konzeptualisierungen: Postdemokratie (Ranciere, Crouch), Counter-Democracy (Rosanvallon) und „entpolitisierte Entdemokratisierung“ (Mouffe). Trotz erheblicher Differenzen verbleiben jedoch auch diese Versuche innerhalb recht eng gezogener Pfade der Theorieentwicklung. Vor allem nationalstaatliche Verfasstheit und Zeitgebundenheit von Demokratietheorien bilden Barrieren fur Theorieentwicklung.