Wirklichkeitserzählungen. Felder, Formen und Funktionen nicht-literarischen Erzählens
Wirklichkeitserzählungen. Felder, Formen und Funktionen nicht-literarischen Erzählens
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Wirklichkeitserzählungen. Felder, Formen und Funktionen nicht-literarischen Erzählens.
DOI:
10.1007/978-3-476-05228-5_1
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发表时间:
2009
期刊:
影响因子:
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通讯作者:
Matías Martínez
中科院分区:
文献类型:
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作者:
C. Klein;Matías Martínez
Erzahlen ist eine grundlegende Form unseres Zugriffs auf Wirklichkeit. In den verschiedensten Bereichen der alltaglichen Lebenswelt und nicht zuletzt auf den Gebieten wissenschaftlicher Erkenntnis orientieren und verstandigen wir uns mit Hilfe von Erzahlungen. Reportagen des investigativen Journalismus, Selbstdarstellungen von Politikern im Wahlkampf, Erlebnisberichte in Internetblogs, Anamnesen im medizinischen Patientengesprach, Pladoyers vor Gericht, Vermittlungen von Verhaltensnormen in popularer Ratgeberliteratur, Heilserzahlungen im Gottesdienst, Fallgeschichten in juristischen Lehrbuchern, okonomische Prognosen von Kursverlaufen — all diese Kommunikationen erfolgen wesentlich in erzahlender Form. Anders als in den erfundenen Geschichten der Literatur bezieht man sich in diesen Erzahlungen direkt auf unsere konkrete Wirklichkeit und trifft Aussagen mit einem spezifischen Geltungsanspruch: ›So ist es (gewesen)‹.1 Solche Erzahlungen mit unmittelbarem Bezug auf die konkrete ausersprachliche Realitat nennen wir Wirklichkeitserzahlungen.