Editorial: Zeitschrift als Archiv
Editorial: Zeitschrift als Archiv
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社论:杂志作为档案
DOI:
10.1163/25890859-045-02-90000001
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发表时间:
2015
期刊:
影响因子:
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通讯作者:
Nicolas Pethes: (Hg.)
中科院分区:
文献类型:
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作者:
Susanne Düwell;Nicolas Pethes: (Hg.)
Zeitschriften sind Medien der Wissenskommunikation, und sie sind in den letzten Jahren zunehmend zum Gegenstand kulturwissenschaftlicher Forschung geworden. Erschlossen wird damit ein printmediales Korpus, das nicht nur lange Zeit ohne besondere Aufmerksamkeit in den Archiven lagerte, sondern dem eigenen Selbstverständnis nach selbst eine archivalische Funktion fiir die Entdeckungen, Debatten und Positionen innerhalb unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen übernimmt. Dieses Selbstverständnis spiegelt sich nicht zuletzt in den zahlreichen Zeitschriftentiteln des 18. und 19. Jahrhunderts, die auf Institutionen und Praktiken des Speicherns rekurrieren-Archiv, Bibliothek, Magazin, Museum, Sammlung, Repertorium etc.Die Beiträge des vorliegenden Themenschwerpunkts nehmen diese Metaphoriken beim Wort und fragen, ob diese Perspektive auch zu einem besseren Verständnis von Konzeption, Gestaltung und Funktion der periodischen Presse seit der Aufklärung beitragen kann. Denn die genannten Titelbegriffe spiegeln verschiedene Funktionen der Auswahl, Zugänglichkeit, Anordnung und Serienbildung von Texten und damit zeitschriftenspezifische Formen der Wissensordnung und-kommunikation: zum einen, dass Zeitschriften seit der Aufklärung als Publikationsmedium fungieren, das Wissen sammelt, aufbereitet und fiir ein relativ großes Publikum verfügbar macht, einen Überblick über aktuelle Entwicklungen verschafft oder die Konstituierung von Fachdisziplinen vorbereitet; zum anderen, dass sie dies als intertextuelles, interdiskursives und intermediales Produkt leisten; und schließlich, dass sie als periodisches Medium der Archivierung und Prozessierung von Wissen ihre diskursiven, materiellen und institutionellen Bedingungen seit den Anfangen reflektiert und diskutiert haben. 1 In welcher Hinsicht vermag nun ein Rekurs auf die in den jüngeren Kulturwissenschaften intensiv diskutierten Theorien des Archivs2 neue Einblicke in diese Funktion und Reflexion von Zeitschriftenwissen zu bieten? Im Fokus der nachfolgenden Beiträge steht der Rekurs auf Michel Foucaults Begriff des Archivs als System der Aussagen historischer Diskurse, das im Lichte des zugrundeliegenden Zeitschriftenmaterials aus dem 18. und 19. Jahrhundert hinsichtlich seiner medienspezifischen Ordnung analysiert werden kann. Die Zeitschrift ist auf diese Weise gerade nicht als statisches Speichermedium zu verstehen, sondern macht die dynamischen Prozesse der Kommunikation, Transformation und" Wiedereinspeisung" von Wissen in mal divergierenden, mal interferierenden Diskursen unterschiedlicher Disziplinen und Professionalisierungs-bzw. Popularisierungsgrade besonders gut sichtbar. In diesem Sinne haben Frank/PodewskiJScherer für diesen Zusammenhang mit Blick auf Kulturzeitschriften des 19. Jahrhunderts den