Robotik und computergestützte Chirurgie
Robotik und computergestützte Chirurgie
复制标题
机器人和计算机手术
DOI:
--
复制
发表时间:
2023
期刊:
影响因子:
--
通讯作者:
A. Seekamp
中科院分区:
文献类型:
--
作者:
A. Seekamp
QR-Codescannen&Beitragonline lesen Wie dieMedizin insgesamt unterliegt auch die Chirurgie einem fortwährenden Wandel, der in erster Linie durch den technischen Fortschritt getrieben ist, begleitet von dem Bestreben, das Spektrum chirurgischer Maßnahmen zu erweitern, die Sicherheit des Patienten zu erhöhen und die chirurgischen Zugänge zu minimieren. Wesentliche Schritte in der jüngeren Geschichte der Chirurgie waren diesbezüglich die Antisepsis, die Verwendung der Röntgenstrahlung und die Etablierung der Anästhesie. Der heutige ebenfalls als revolutionär zu betrachtende Fortschritt besteht darin, die intraoperative Visualisierung des Situs um die dritte Ebene bis hin zur dreidimensionalen Darstellung zu etablieren und die manuellen Fertigkeiten des Operateurs durch Miniaturtechnik zu verfeinern und zu präzisieren. Es ist bereits 40 Jahre her, dass anhand von Fallbeispielen erste Techniken rechnerbzw. computerunterstützter Operationen vorgestellt wurden [1]. Mittlerweile haben dieunterschiedlichstenTechniken innahezu allen Disziplinen der Chirurgie Einzug gehalten [2, 3] und es kristallisiert sich mittlerweile heraus, in welchen Bereichen und bei welchen Operationen die Robotik und computerunterstützte Chirurgie tatsächlich sinnvoll und nachhaltig und für denPatientenvonwirklichemNutzen sind. HeutelassensichverschiedeneSysteme voneinander abgrenzen, sodass zunächst eine Begriffsbestimmung erforderlich erscheint, welche auch in den nachfolgenden Beiträgen aufgegriffen wird. Bereits in den 1990er-Jahren wurden Operationsroboter entwickelt, die imRahmender Endoprothetik an Hüftund Kniegelenken den Knochen vorfrästen, um die entsprechenden Implantate passgenau einbringen zu können. Der technische Aufwand für diese Operationen war jedoch sehr hoch. Es waren zusätzliche Röntgenaufnahmen erforderlichunddieOperationszeitenverlängerten sich erheblich. Postoperativ zeigte sich eine erhöhte Komplikationsrate mit frühenWundinfekten und im Verlauf gelockerten Hüftprothesen. Die Rolle des Operateurswar bei diesemVerfahren eher passiv, nachdem sämtliche Einstellungen für den Fräsvorgang für den Roboter eingestelltwaren.Nachhaltigdurchsetzenkonnte sich dieses System letzten Endes nicht [4, 5]. Ebenfalls in den 1990er-Jahren nahm die Entwicklung computerbzw. rechnergestützter Operationen ihren Beginn. Ziel war es, insbesondere im Bereich der Beckenund Wirbelsäulenchirurgie die dritte axiale Ebene darzustellen, die sich mit den konventionellen Bildwandlereinstellungennicht abbilden lässt. Hierdurch sollte das Setzen von Implantaten,wie z. B. Pedikelschrauben an der Wirbelsäule, sicherer gestaltet werden können. Das Prinzip beruht auf einer dreidimensionalen Erfassung der intraoperativ verwendeten Instrumente über eine 3-D-Kamera, deren Datensatz mit einer zuvor durchgeführten computertomographischen Untersuchung des Patienten intraoperativ abgeglichen wird. Die Verfahrenstechnik war zu Beginn sehr aufwendig, dennoch wurden vielerlei Anwendungsmöglichkeiten für verschiedene Operationen am Bewegungsapparat erprobt. Nachdem die Techniken verfeinertwaren, hat sich dieses Systemdercomputer-bzw.rechnergestützten Operationstechnik nachhaltig in der Wirbelsäulenund Beckenchirurgie durchsetzen können [6, 7]. Die Kollegen F. Zimmermannund J. Franke beleuchten den aktuellen Stand der Entwicklung dieser Techniken in Orthopädie und Unfallchirurgie.