GNSS and InSAR based water vapor tomography: A Compressive Sensing solution
GNSS and InSAR based water vapor tomography: A Compressive Sensing solution
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基于 GNSS 和 InSAR 的水蒸气层析成像:压缩传感解决方案
DOI:
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发表时间:
2019
期刊:
影响因子:
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通讯作者:
Marion Heublein
中科院分区:
文献类型:
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作者:
Marion Heublein
Unvollstandig oder ungenau erstellte Modelle atmospharischer Effekte schranken die Qualitat geodatischer Weltraumverfahren wie GNSS (Globale Satelliten-Navigationssysteme) und InSAR (Interferometrisches Radar mit synthetischer Apertur) ein. Gleichzeitig enthalten Zustandsgrosen der Erdatmosphare, allen voran die dreidimensionale (3D) Wasserdampf-Verteilung, wertvolle Informationen fur Klimaforschung und Wettervorhersage, welche aus GNSS- oder InSAR-Beobachtungen abgeleitet werden konnen. Es gibt etliche Verfahren zur 3DWasserdampf-Rekonstruktion aus GNSS-basierten feuchten Laufzeitverzogerungen. Aufgrund der meist sparlich verteilten GNSS-Stationen und durch die begrenzte Anzahl sichtbarer GNSS-Satelliten, treten in tomographischen Anwendungen in der Regel jedoch schlecht gestellte Probleme auf, die z.B. uber geometrische Zusatzbedingungen regularisiert werden, welche oft glattend auf die Wasserdampf-Schatzungen wirken.
Diese Arbeit entwickelt und analysiert daher einen Ansatz, der auf einer Compressive Sensing (CS) Losung des tomographischen Modells beruht. Dieser Ansatz nutzt die Sparlichkeit der Wasserdampf-Verteilung in einem geeigneten Transformationsbereich zur Regularisierung des schlecht gestellten tomographischen Problems und kommt somit ohne glattende geometrische Zusatzbedingungen aus. Eine weitere Motivation fur die Nutzung einer sparlichen Compressive Sensing Losung besteht darin, dass die Anzahl an zu bestimmenden von Null verschiedenen Koeffizienten bei gleichbleibender Anzahl an Beobachtungen in Compressive Sensing geringer sein kann als die Anzahl an zu schatzenden Parametern in ublichen Kleinste Quadrate (LSQ) Ansatzen. Zur Erhohung der raumlichen Auflosung der Beobachtungen fuhrt diese Arbeit zudem sowohl feuchte Laufzeitverzogerungen aus GNSS als auch aus InSAR in das tomographische Gleichungssystem ein. Die Neuheiten des vorgestellten Ansatzes sind 1) die Nutzung von sowohl GNSS als auch absoluten InSAR Laufzeitverzogerungen fur die tomographische Wasserdampf-Rekonstruktion und 2) die Losung des tomographischen Systems mittels Compressive Sensing. Zudem wird 3) die Qualitat der CS-Rekonstruktion mit der Qualitat ublicher LSQ-Schatzungen verglichen.
Die tomographische Rekonstruktion der durch feuchte Refraktivitaten beschriebenen atmospharischen Wasserdampf-Verteilung beruht auf der einen Seite auf realen feuchten Laufzeitverzogerungen aus GNSS und InSAR und auf der anderen Seite auf drei verschiedenen synthetischen Datensatzen feuchter Laufzeitverzogerungen, die aus Wasserdampf-Simulationen des Weather Research and Forecasting (WRF) Modells abgeleitet wurden. Die Validierung der geschatzten Wasserdampf-Verteilung stutzt sich somit zum einen auf Radiosonden Profile und zum anderen auf einen Vergleich der geschatzten Refraktivitaten mit den WRF Refraktivitaten, die zugleich als Eingangsdaten zur Generierung der synthetischen Laufzeitverzogerungen genutzt werden. Der reale bzw. der erste synthetische Datensatz vergleicht die Rekonstruktionsqualitat des entwickelten CS-Ansatzes mit ublichen Kleinste Quadrate Wasserdampf-Schatzungen und untersucht, inwieweit die Nutzung von InSAR Laufzeitverzogerungen bzw. von synthetischen InSAR Laufzeitverzogerungen die Genauigkeit und die Prazision der Wasserdampf-Rekonstruktion erhoht. Der zweite synthetische Datensatz wurde dafur ausgelegt, den allgemeinen Einfluss der Beobachtungsgeometrie auf die Refraktivitatsschatzungen zu analysieren. Der dritte synthetische Datensatz untersucht insbesondere die Empfindlichkeit der tomographischen Rekonstruktion gegenuber variierenden GNSS-Stationszahlen, unterschiedlichen Voxel-Diskretisierungen und verschiedenen Orbit-Konstellationen.
Im realen Datensatz verhalten sich die Kleinste Quadrate Schatzung und der Compressive Sensing Ansatz sowohl fur die reine GNSS-Losung als auch fur die kombinierte GNSS- und InSAR-Losung konsistent. Die synthetischen Datensatze zeigen, dass Compressive Sensing in geeigneten Szenarien sehr genaue und prazise Ergebnisse liefern kann. Die Qualitat der Wasserdampf-Schatzungen hangt in erster Linie ab i) von der Genauigkeit des funktionalen Modells, das die feuchten Laufzeitverzogerungen, die zu schatzenden Refraktivitaten und die von den Strahlen in den Voxeln zuruckgelegten Distanzen in Beziehung zueinander setzt, ii) von der Anzahl verfugbarer GNSS Stationen, iii) von der Voxel-Diskretisierung, und iv) von der Vielseitigkeit der in das tomographische System eingebauten Strahlrichtungen. Die mittels des realen Datensatzes bzw. mittels der synthetischen Datensatze untersuchten Regionen sind etwa 120 × 120 km2 bzw. 100 × 100 km2 gros. Im realen Datensatz stehen acht GNSS-Stationen zur Verfugung und es werden feuchte Laufzeitverzogerungen von GPS InSAR genutzt. In den synthetischen Datensatzen werden unterschiedliche Stationsanzahlen definiert und vielseitige Strahlrichtungen getestet.