Strukturen der Lebenswelt
Strukturen der Lebenswelt
复制标题
生活世界的结构
DOI:
10.1007/978-94-010-2727-4_8
复制
发表时间:
1971
影响因子:
2.3
通讯作者:
A. Schutz
中科院分区:
文献类型:
--
作者:
A. Schutz
Die folgenden Uberlegungen beziehen sich auf die Struktur der von Husserl so genannten „Lebenswelt,“ in der wir als Menschen unter Mitmenschen in naturlicher Einstellung Natur, Kultur und Gesellschaft erfahren, zu ihren Gegenstanden Stellung nehmen, von ihnen beeinflust werden und auf sie wirken. In dieser Einstellung ist die Existenz der Lebenswelt und die Typik ihrer Inhalte als bis auf Widerruf fraglos gegeben hingenommen. Wie Husserl gezeigt hat, vollzieht sich unser Denken unter der Idealitat des „und so weiter“ und des „ich kann immer wieder“: Die erstere fuhrt zu der Annahme, das, was sich bisher in unserer Erfahrung als gultig erwiesen hat, auch weiterhin gultig bleiben werde; die letztere fuhrt zu der Erwartung, das ich, was ich bisher in dieser Welt und auf sie wirkend vollbringen konnte, in Hinkunft wieder und immer wieder vollbringen konnen werde. Wir konnen daher von Grundannahmen sprechen, die fur die naturliche Einstellung in der Lebenswelt charakteristisch sind und selbst als fraglos gegeben angesetzt werden: Namlich Annahmen der Konstanz der Weltstruktur, der Konstanz der Gultigkeit unserer Erfahrung von der Welt und der Konstanz unserer Vermoglichkeit, auf die Welt und in ihr zu wirken.