Die Geisteswissenschaften und ihr Bildungsdiskurs / The German Humanities and the Discourse of Bildung
Die Geisteswissenschaften und ihr Bildungsdiskurs / The German Humanities and the Discourse of Bildung
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Die Geisteswissenschaften und ihr Bildungsdiskurs / 德国人文学科与教育话语
DOI:
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发表时间:
2015
期刊:
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通讯作者:
J. Hamann
中科院分区:
文献类型:
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作者:
J. Hamann
Zusammenfassung Der Beitrag rekonstruiert die diskursive Konstruktion geisteswissenschaftlicher Bildungsbegriffe und den Wandel des geisteswissenschaftlichen Feldes seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Untersuchung zeigt anhand geisteswissenschaftlicher Selbstbeobachtungen, wie die diskursive Konstruktion von „Bildung” einerseits auf Veränderungen des sozialen Feldes reagiert, in das der Bildungsdiskurs eingebettet ist, andererseits aber auch über Beharrungskräfte gegenüber sozialem Wandel verfügt. Die historisch stabilen Topoi einer dezidiert „freien” und „wissenschaftlichen” Bildung sind Elemente einer Positionierungsstrategie, die der akademischen Distinktion der Geisteswissenschaften dient. Der Artikel trägt zu einem soziologischen Verständnis der Geisteswissenschaften bei, das angesichts der einseitigen Fokussierung der Wissenschaftssoziologie auf die Natur- und Technikwissenschaften ein Desiderat darstellt. Summary This contribution traces the discursive construction of the humanistic notion of “Bildung” and the transformation of the field of the German humanities since the beginning of the 19th century. On the basis of academic self-reflection within the humanities, the analysis investigates in what way this discursive construction has responded to changes in the broader social field in which it is embedded. At the same time, this discourse shows a remarkable persistence in the face of social change. The historically stable topoi of a “Bildung” that is decidedly “free” and “scientific” are elements of a strategy of academic positioning and distinction that favors the humanities. In light of the current rather lopsided focus on natural and technical sciences within the sociology of science, this paper addresses a research gap by contributing to a sociological understanding of the German humanities.