Kritik und Neubewertung politischer Repräsentation: vom Hindernis zur Möglichkeitsbedingung politischer Freiheit
Kritik und Neubewertung politischer Repräsentation: vom Hindernis zur Möglichkeitsbedingung politischer Freiheit
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批评与新政治代表:vom Hindernis zur Möglichkeitsbedingung politischer Freiheit
DOI:
10.1007/s11615-008-0116-z
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发表时间:
2008
影响因子:
1.3
通讯作者:
Winfried Thaa
中科院分区:
文献类型:
--
作者:
Winfried Thaa
ZusammenfassungAus der Perspektive partizipatorischer Demokratietheorien zeichnet sich eine positive Neubewertung politischer Repräsentation ab. Während Repräsentation bislang bestenfalls als unvermeidbarer Ersatz direkter Demokratie akzeptiert wurde, gilt sie in neueren Theorien als konstitutiv für demokratisches politisches Handeln. Diese Kehre in der Beurteilung von Repräsentationsbeziehungen wurde möglich durch die Aufgabe einer autonomieorientierten Demokratiekonzeption, die auf Rousseau zurückgeht und — in modifizierter Form — heute von Jürgen Habermas vertreten wird. Demgegenüber verstehen die Neuinterpretationen Repräsentation nicht als Stellvertretung im Sinne einer möglichst perfekten Willensübertragung, sondern als eine Differenzbeziehung, die plurales Handeln und politisches Urteilen erst ermöglicht. In der Diskussion dieser Theorien zeigt sich allerdings, dass sie zwar eine interessante theoretische Rekonstruktion der repräsentativen Demokratie leisten, bei der Frage nach konkreten politischen Handlungs- und demokratischen Partizipationsmöglichkeiten der Repräsentierten jedoch sehr unbestimmt bleiben.AbstractIn participatory democratic theory we see a positive reassessment of political representation these days. Whereas until recently representation has at best been accepted as an unavoidable substitute for direct democracy, newer theories regard representation as constitutive for democratic political action. Such a turn in the assessment of representation has become possible by dismissing an autonomy-oriented concept of democracy that goes back to Rousseau, and of which a modified version is represented by Jürgen Habermas today. The new interpretations understand representation not in the sense of an as perfect as possible transmission of the will of the represented to the representative, but as a relation of difference which allows for plural acting and political judgment in the first place. Although the discussion of these theories shows that they can offer an interesting theoretical reconstruction of representative democracy, they remain very vague in specifiying concrete possibilities of political action and democratic participation for the represented.