Archäologisch-naturwissenschaftliche Untersuchungen im römischen Kastell Myd(---)/Gheriat el-Garbia und seinem Umfeld am limes Tripolitanus (Libyen)
Archäologisch-naturwissenschaftliche Untersuchungen im römischen Kastell Myd(---)/Gheriat el-Garbia und seinem Umfeld am limes Tripolitanus (Libyen)
批准号:
203825301
负责人:
Professor Dr. Michael Mackensen
金额:
$0.0万
依托单位国家:
德国
项目类别:
Research Grants
财政年份:
2012
资助国家:
德国
项目状态:
已结题
起止时间:
2011-12-31 至 2017-12-31
中文摘要
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英文摘要
Im Zentrum steht die archäologische Untersuchung des 198/201 n. Chr. errichteten römischen Oasenkastells Myd(---)/Gheriat el-Garbia und seines Umfeldes an der Südgrenze (limes Tripolitanus) des Römischen Reiches in Tripolitanien (NW-Libyen). Das Vorhaben soll an die Ergebnisse des 2009/10 durchgeführten LMUexcellent-Feldforschungsprojekts anknüpfen. Neben dem Nachweis verschiedener Innenbauten des mittelkaiserzeitlichen Kastells (Stabsgebäude, groma-Torhalle, Mannschaftsunterkünfte), dessen Besatzung erst um 275/280 abgezogen wurde, steht die Untersuchung einer unerwarteten spätantiken Nutzung mit Instandsetzungs- und Baumaßnahmen im Vordergrund, die sich von ca. 360/380 bis 540+ datieren lässt. Hinzu kommt der in Tripolitanien singuläre, ca. 200 m vom Kastell entfernte, wohl größtenteils im frühen 3. Jh. errichtete Tempelbezirk, der gleichfalls eine Nutzung bis in die Spätantike aufweist. Zu klären ist, ob nach einem Hiatus von ca. 80 Jahren in spätrömischer Zeit eine limitane Einheit (vielleicht die milites Munifices in castris Madensibus [Notitia Dignitatum oc. 31,30]) im Kastell stationiert wurde (bis ca. 450) und die anschließende Siedlungstätigkeit mit einem libyschen Stammeshäuptling in Verbindung gebracht werden kann. Daneben ist die überregionale Bedeutung der drei großen Tempel für die Verehrung paganer Götter in der Halbwüste (an der N-S-Hauptverbindung in den Fezzan) während der mittleren Kaiserzeit und der Spätantike herauszuarbeiten. Die Ausgrabungen werden implementiert durch verschiedene altertums- und naturwissenschaftliche Untersuchungen, darunter die Bearbeitung der Bauornamentik, Steininschriften, Ostraka, Münzen, Kleinfunde und Keramik, die tachymetrische Erweiterung des topographischen Gesamtplans und des digitalen Geländemodells, eine magnetische Prospektion im Kastell und Lagerdorf (vicus), archäometrische Keramikanalysen und die Untersuchung der Faunenreste, Hölzer und Samen.
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