Erfassung von Seevogel- und Meeressäugerbeständen mittels georeferenzierter Digitalfotografie
Erfassung von Seevogel- und Meeressäugerbeständen mittels georeferenzierter Digitalfotografie
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数码照片
DOI:
10.14627/537557050
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发表时间:
2015
期刊:
影响因子:
--
通讯作者:
Gerhard Kemper
中科院分区:
文献类型:
--
作者:
Tim Coppack;A. Weidauer;Gerhard Kemper
Die naturschutzfachliche Bewertung menschlicher Aktivitäten auf See erfordert eine zunehmend verlässliche Datengrundlage. Die Umsetzung von Windparkprojekten im Offshore-Bereich der deutschen Nordund Ostsee muss laut Vorgaben der Genehmigungsbehörde von großflächigen Erfassungen von Seevögeln und Meeressäugern begleitet werden, um potenzielle Auswirkungen (Habitatverlust, Bestandseinbußen) auf diese Schutzgüter bewerten zu können. Bestandteil der methodischen Richtlinien waren bisher visuelle Zählungen mittels Kleinflugzeug. Die hierbei zur Artbestimmung notwendige niedrige Flughöhe kann jedoch bei störungsempfindlichen Vogelarten zur weiträumigen Flucht vor dem Flugzeug und damit zu Schwierigkeiten bei der Erfassung führen. Im Bereich bestehender Windparks ergeben sich zudem erhebliche Sicherheitsrisiken für den Menschen. Einen Ausweg bietet die Erfassung der Meeresoberfläche aus deutlich größerer Flughöhe mit hochauflösenden, digitalen Kameras. Vor dem Hintergrund der zu erfüllenden Monitoringaufgabe wurde eigens ein Luftbildsystem konfektioniert, welches aus einer Flughöhe von > 400 m orthogonale, georeferenzierte Bilddatensätze generiert. Zwei Mittelformatkameras vom Typ IXA180 PhaseOne auf einer Stabilisationsplattform der Firma GGS Speyer liefern bei einer Brennweite von 110 mm eine abgedeckte Streifenbreite von ca. 400 m bei einer Bodenauflösung von 2 cm. Durch das visuelle Screening der aufbereiteten georeferenzierten Luftbilder mithilfe speziell entwickelter Softwareanwendungen wird jedem biologischen Signal eine Position im GIS zugeteilt, was eine Zuordnung zu vordefinierten Betrachtungsbereichen (z. B. Rasterzellen) bei geostatistischen Auswertungen erleichtert. Zudem wird ein Ausmessen von biologischen Objekten möglich, was bei der Artbestimmung zusätzliche Indizien liefert.